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UN: Langzeitfolgen der Corona-Pandemie könnten massive Armut bringen

05:13
03.12.2020
Die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie könnten den Vereinten Nationen zufolge die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen bis 2030 auf mehr als eine Milliarde bringen. Diese Entwicklung könne aber noch abgewendet werden, hieß es in einer am Donnerstag vom UN-Entwicklungsprogramm UNDP veröffentlichten Studie.

Das Papier skizziert drei mögliche Zukunfts-Szenarien: Im schlimmsten Fall würden bis 2030 mehr als 200 Millionen Menschen zusätzlich unter extremer Armut leiden - und damit weltweit mehr als eine Milliarde. Im „Basis-Szenario“ wären es 44 Millionen Menschen.

Es gebe aber auch ein positives Szenario, wonach bis 2030 über die derzeitigen Pläne hinaus zusätzlichen 146 Millionen Menschen aus der extremen Armut hinaus geholfen werden könne. Dafür müsse unter anderem in soziale Programme, Digitalisierung und den Kampf gegen den Klimawandel investiert werden, hieß es in dem Bericht. Die Pandemie sei ein „Wendepunkt“, sagte UNDP-Chef Achim Steiner. „Die Entscheidungen, die die Verantwortlichen jetzt treffen, könnten die Welt in sehr unterschiedliche Richtungen tragen.“

Sarah Haferkamp

Kapitel

Mittwoch, 2. Dezember

Das war am Mittwoch, 2. Dezember, wichtig

21:16
02.12.2020
Bremen und Niedersachsen:

  • Im Land Bremen gibt es aktuell 1619 (+1) aktive Covid-19-Infektionen und damit 10.429 (+172) insgesamt bestätigte Fälle. Wie das Gesundheitsressort weiter mitteilt, gelten aktuell 8681 (+167) Menschen als genesen. Die Zahl der Verstorbenen erhöhte sich um vier auf jetzt 129.
  • Auf die Stadt Bremerhaven entfallen davon 188 (+1) aktive Infektionen, 891 (+22) insgesamt bestätigte Fälle, 686 (+20) Genesene und 17 (+1) Verstorbene. 
  • Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist weiter rückläufig, allerdings hat es binnen eines Tages 23 Todesfälle gegeben. 

Deutschland und die Welt:
  • Der Teil-Lockdown bleibt mindestens bis zum 10. Januar bestehen. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in ihren Beratungen am Mittwoch geeinigt.
  • In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie. Mit 17.270 Neuinfektionen lag der Wert unter dem der Vorwoche (18.633)
  • Mit 100 zusätzlichen Fahrten über die Weihnachtstage will die Deutsche Bahn den Fernverkehr während dieser Zeit entlasten und für mehr Platz in den Zügen sorgen.
  • Angesichts der Umsatzeinbrüche bei vielen Einzelhändlern in der Corona-Krise fordert nun auch der Städte- und Gemeindebund, mehr verkaufsoffene Sonntage zu gestatten.
  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat einen härteren Lockdown angekündigt - falls die Corona-Infektionszahlen bis Weihnachten nicht runtergehen. 
  • In den USA hat die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten den Höchststand seit Mitte April erreicht. Am Dienstag meldeten die Behörden 2597 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion.
  • Österreich verhängt für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom 7. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht. Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen, teilte die Regierung am Mittwoch in Wien mit.
  • In Belgien sollen die ersten Menschen nach Angaben von Ministerpräsident Alexander De Croo am 5. Januar gegen das Coronavirus geimpft werden. 

Max Seidenfaden