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20201201160032

Infektionslage stabilisiert sich - aber 25 Tote binnen eines Tages

15:24
01.12.2020
Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Niedersachsen ist von Montag auf Dienstag um 523 Fälle angestiegen (Stand 9.00 Uhr). Gerechnet auf 100.000 Einwohner gab es in den vergangenen sieben Tagen 83,1 Neuinfektionen - was im Vergleich zum Vortag abermals einem leichten Rückgang entspricht. Nach den Daten des Landesgesundheitsamtes in Hannover waren die Hotspots weiterhin Cloppenburg mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 236,1 sowie Vechta (203,8).

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Fälle im Land betrug 72.030. Binnen eines Tages starben 25 Menschen in Niedersachsen an oder mit einer Sars-CoV-2-Infektion, davon allein 7 in der Region Hannover. Die Gesamtzahl stieg auf landesweit 1179 Tote seit Beginn der Pandemie.

Unterdessen entspannt sich auch die Lage in den meisten Gesundheitsämtern in Niedersachsen, wie die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, mitteilte. Die Unterstützung der Gesundheitsämter durch Landespersonal zeige Wirkung. Außerdem führe der abermalige Lockdown dazu, dass im Infektionsfall weniger Kontaktpersonen als zuvor nachverfolgt werden müssten. Vor dem Lockdown seien dies bis zu 30 Kontakte pro Person gewesen, diese Zahl sei nun deutlich geringer.

Jean-Pierre Fellmer

Minister fordern höhere Abschlagszahlungen bei Corona-Hilfen

15:12
01.12.2020
Die Wirtschaftsminister der Länder fordern deutlich höhere Abschlagszahlungen bei den Novemberhilfen des Bundes für Firmen in der Corona-Pandemie. Der Rahmen solle von 10.000 Euro auf 500.000 Euro erhöht werden, schlugen die Ministerinnen und Minister vor.

„Ohne eine sofortige deutliche Erhöhung der Abschlagszahlungen werden Unternehmen mit höheren Ansprüchen auf Novemberhilfe in erhebliche Liquiditätsschwierigkeiten geraten“, hieß es in einem Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz am Montagabend unter Bremer Vorsitz. Das Papier lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Im November und Dezember unterstützt der Bund Firmen und Solo-Selbstständige, die vom Teil-Lockdown betroffen sind, mit Zuschüssen von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahresmonat. Insgesamt sind dafür derzeit rund 30 Milliarden Euro veranschlagt. Die Novemberhilfen können seit vergangener Woche beantragt werden. Betroffene können in ihren Anträgen angeben, ob sie einen Abschlag wollen. Hierbei handelt es sich um einen Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung.

Die Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) fand als Videoschalte statt, auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nahm zeitweise teil. Nach zwei Jahren gibt Bremen den WMK-Vorsitz turnusgemäß Anfang 2021 an Nordrhein-Westfalen ab.

Jean-Pierre Fellmer