Letztes Update:
20201128071312
Kapitel

Freitag, 27. November

Das war am Freitag, 27. November, wichtig

21:45
27.11.2020
Bremen und Niedersachsen:
  • Der Bremer Senat will den Glühweinausschank verbieten. Zusätzlich zu den Entscheidungen der Ministerkonferenz soll es weitere neue Corona-Regeln geben. Am Montag soll die Bürgerschaft darüber entscheiden, die Verordnung soll am 1.Dezember in Kraft treten. 
  • Die Corona-Verordnung in Niedersachsen ist zwar noch in der Endabstimmung, jedoch sollen demnach Hotelübernachtungen für Weihnachtsbesuche bei Verwandten und engen Freunden möglich sein, für Bremen gilt das gleiche. 
  • Wie das Bremer Ordnungsamt meldet, wurden seit März insgesamt 6891 Verstöße gegen die Corona-Auflagen im Stadtgebiet geahndet. In der vergangenen Woche wurde ein Friseurgeschäft wegen mangelnder Hygienemaßnahmen geschlossen. 


Deutschland und die Welt:

  • Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat die Marke von einer Million überschritten. Das RKI meldete am Freitag 22.806 neue Corona-Infektionen.
  • Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat den Weg frei gemacht für eine Verlängerung von Corona-Sonderregeln beim Kurzarbeitergeld. Auch im nächsten Jahr sollen Beschäftigte, die länger als drei Monate auf Kurzarbeit sind, ein erhöhtes Kurzarbeitergeld bekommen.
  • Mit einer Inzidenz von über 440 ist Passau ein Krisengebiet in Deutschland. Für die Stadt wurde nun eine einwöchige Ausgangssperre verhängt.

Max Seidenfaden

Slowakei verlangt Corona-Tests von allen Einreisenden

21:35
27.11.2020
Angesichts zuletzt wieder leicht steigender Corona-Neuinfektionszahlen will die Slowakei ihre Einreisebestimmungen nachschärfen. Wie Gesundheitsminister Marek Krajci am Freitag vor Journalisten erklärte, sollen ab 7. Dezember alle Einreisenden einen negativen Corona-Test vorweisen oder verpflichtend in Quarantäne gehen müssen. Die Infektionszahlen seien in allen Nachbarländern höher als in der Slowakei, führte Krajci zur Begründung an.

Grundsätzlich galt diese Vorschrift zwar schon seit 16. November, doch waren bisher unter anderem Pendler und Studenten ausgenommen, auf die ein großer Teil der täglichen Grenzübertritte entfällt. Als Entgegenkommen kündigte der Minister für diese Gruppen aber an, dass für sie ein bis zu zwei Wochen alter Antigen-Schnelltest reiche, während die meisten anderen Einreisenden einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test brauchen.

Die Slowakei hatte ab dem 31. Oktober an mehreren Wochenenden Massentests an fast der gesamten Bevölkerung durchgeführt. Davon hatte sich Regierungschef Igor Matovic eine Senkung der Infektionszahlen erwartet, weil dabei über 50 000 positiv getestete Personen entdeckt und in Quarantäne geschickt wurden. Die Ärztekammer und andere Experten hatten die Massentests aber von Anfang an als teure und dabei ineffiziente Methode kritisiert.

Wegen noch dazu unsachgemäßer Durchführung der Massentests unter Zeitdruck und Personalmangel sei das Ergebnis noch dazu sehr unzuverlässig. Ein Ärzteverband erstattete sogar eine Strafanzeige und erklärte in der Begründung, von den positiven Testergebnissen könnte rund die Hälfte falsch sein, während umgekehrt viele symptomfrei Infizierte ein negatives Testergebnis als Freibrief interpretiert haben könnten.

Anna Zacharias