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1. FC Köln rechnet mit 40 Millionen Euro Umsatzverlust durch Corona

19:41
27.11.2020
Geschäftsführer Alexander Wehrle vom Bundesliga-Vorletzten 1. FC Köln rechnet durch die Corona-Krise mit einem Umsatzverlust in der vergangenen und aktuellen Saison von mindestens 40 Millionen Euro. Es könnte aber „durchaus auch ein noch größerer Umsatzverlust werden“, sagte Wehrle der „Kölnischen Rundschau“ und sprach noch nicht absehbare Aspekte wie Merchandising, andere Marketingeffekte und die TV-Einnahmen im internationalen Kontext an.

Der Verein verfüge über „entsprechende Kreditlinien“ und habe „sehr gute und vertrauensvolle Gespräche“ mit den Banken geführt, betonte Wehrle. Einen Abstieg könnte der Club zwar verkraften, wenngleich dies den FC ein bis zwei Jahre zurückwerfen würde. „Deshalb müssen wir versuchen, einen Abstieg mit allen Anstrengungen zu verhindern“, sagte der Finanzchef.

Mit den Spielern hatte der FC Gehaltsanpassungen vereinbart. „Die gilt jetzt erstmal bis Ende Januar. Dann werden wir schauen, wie sich die Situation im Kalenderjahr 2021 darstellt“, ergänzte Wehrle. Auch mit der Stadt Köln wird über eine Minderung der Stadionpacht verhandelt.

Anna Zacharias

Laut WHO bis zu 70 Prozent Corona-Impfrate für Herdenimmunität nötig

18:28
27.11.2020
Eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung ist nach Ansicht von Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für eine wirkungsvolle Bekämpfung der Corona-Pandemie nötig. Es gebe einige Studien, die zeigten, dass diese Anzahl notwendig sei, um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, sagte die oberste Impf-Expertin der WHO, Katherine O’Brien. „So wären viele Menschen immun und würden andere schützen“, so O’Brien am Freitagabend in Genf. Erst bei einer solchen Durchimpfungsrate könne sich das Virus nicht mehr gut verbreiten.

Doch die Zahl der geimpften Menschen alleine sei nicht der entscheidende Faktor, wie die Experten bei großen Masern-Ausbrüche in einigen afrikanischen Ländern im Vorjahr beobachten konnten. „Es geht immer darum, wo genau das Virus ist und wie groß der Schutzwall dagegen in der Gesellschaft ist“, so O’Brien. Es gebe zudem weiterhin viele Fragen, etwa inwiefern eine Impfung gegen Sars-CoV-2 die Schwere einer möglichen Infektion abschwächt und wie gut sie eine Übertragung des Virus verhindern kann.

„Die Impfung wird eine große Wirkung haben, aber ich denke, dass niemand die Auslöschung des Virus versprechen kann, solange wir nicht viel mehr darüber verstehen“, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus appellierte erneut an die wohlhabenden Länder, die Impfungen als globales Gut zu betrachten. Nur wenn genug Geld für eine weltweite faire Verteilung des Impfstoffs und Mittel zur Bildung von medizinischer Infrastruktur vorhanden seien, könne die Pandemie nachhaltig bekämpft werden.

Anna Zacharias