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20201126213607

"Glühwein-Cornern" in Hamburg

21:22
26.11.2020
Das Bezirksamt Hamburg-Altona sieht kaum eine Handhabe, um gegen das „Glühwein-Cornern“ vorzugehen. „Meiner Einschätzung nach müsste die (Corona-) Eindämmungsverordnung an dieser Stelle deutlich verschärft werden“, sagte Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg (Grüne) am Donnerstag. Zuvor hatte die „Hamburger Morgenpost“ berichtet, dass Gruppen an der Straße Schulterblatt Glühwein trinken, der eigentlich als „To-go-Getränk“ mitgenommen werden sollte.

Derzeit habe das Bezirksamt nur dann eine Möglichkeit gegen Händler und Gastronomen vorzugehen, wenn gegen das Außer-Haus-Verkaufsverbot von Alkohol nach 22 Uhr verstoßen wird. Der Ordnungsdienst des Bezirksamts kontrolliere mit bis zu zehn Mitarbeitern regelmäßig die Einhaltung der Corona-Regeln, erklärte von Berg. Die Mitarbeiter könnten aber derzeit nicht mehr tun, als die Menschengruppen freundlich aufzufordern, sich aufzulösen. Die Bezirksamtschefin fordert daher ein generelles Verzehrverbot dort, wo Maskenpflicht herrscht. „Das würde uns eine gute Handhabe geben, um gegen das Glühwein-Cornern vorzugehen“, sagte die Grünen-Politikerin. 

dpa

Bericht: Mehr Schnelltests für Risikogruppen ohne Symptome geplant

20:58
26.11.2020
Corona-Schnelltests sollen nach einem Bericht bei besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, die bislang keine Symptome zeigen, verstärkt zum Einsatz kommen. Das geht aus einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums hervor, der dem Nachrichtenportal „ThePioneer“ (Freitag) vorliegt. „Testungen sind von entscheidender Bedeutung für die Eindämmung von Corona- Infektionsketten und damit für die Verhinderung unkontrollierter Ausbruchsgeschehen“, heißt es in dem Dokument, das derzeit zwischen den Ressorts der Bundesregierung abgestimmt wird und am 1. Dezember in Kraft treten soll.

Ziel sei es, umfassender und einfacher als bisher, insbesondere Personen zu testen, bei denen es noch keine Symptome gebe, „bei denen aber dennoch eine Infektion naheliegend erscheint oder bei denen eine hohe Gefahr besteht, dass sie oder andere Personen in ihrem Umfeld bei einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besonders gefährdet wären“.

Anspruch auf Testung sollen nach ärztlicher Anordnung Kontaktpersonen haben. Dabei geht es um Personen, „die in den letzten zehn Tagen insbesondere in Gesprächssituationen mindestens 15 Minuten ununterbrochen oder durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten engen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten“. Wer mit einer infizierten Person in einem Haushalt lebe oder in den letzten zehn Tagen gelebt hat, zählt ebenfalls zu dieser Kategorie.

Anna Zacharias

US-Forscher: Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland

20:37
26.11.2020
Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat US-Forschern zufolge die Marke von einer Million überschritten. Das ging am Donnerstag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Rechnerisch wäre damit fast jeder 80. Deutsche bereits infiziert worden. Die Daten der Forscher werden regelmäßig aktualisiert und zeigen daher häufig einen höheren Stand als offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der betroffenen Länder. In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch nachträglich korrigiert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26. 11., 00.00 Uhr). Das RKI schätzt, dass rund 676.100 Menschen inzwischen genesen sind. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 389 auf insgesamt 15 160.

Die ersten Corona-Infektionen in Deutschland waren Ende Januar bei der bayerischen Firma Webasto bestätigt worden. Ab Ende Februar verbreitete sich das Virus dann in der ganzen Bundesrepublik. Nachdem die Zahlen in die Höhe schnellten, trat ein Lockdown in Kraft, der das Infektionsgeschehen unter Kontrolle brachte. Den Sommer über gab es vergleichsweise wenig neue Corona-Nachweise in Deutschland. Das änderte sich spätestens im Herbst. 

Anna Zacharias