Letztes Update:
20201126095431

Merkel stimmt auf Beschränkungen bis Januar ein

09:26
26.11.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Menschen in Deutschland auf eine wahrscheinliche weitere Verlängerung der Regeln zum Infektionsschutz bis Januar eingestimmt. „Angesichts des hohen Infektionsgeschehens gehen wir davon aus, dass die Beschränkungen bis Anfang Januar weiter gelten müssen, jedenfalls für die allermeisten Teile der Bundesrepublik Deutschland“, sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag.

Merkel bat darum, dass die Menschen bei Weihnachtsbesuchen etwa älterer Familienmitglieder eine Woche des Schutzes vorschalten, „in der alles daran gesetzt wird, die Kontakte wirklich zu minimieren, damit Weihnachten ein sicheres Weihnachten ist“. Merkel: „Wir wollen nicht, dass über die Feiertage die Infektionszahlen hochschnellen.“

Für Weihnachten und den Jahreswechsel - von 23. Dezember bis 1. Januar - seien Sonderregelungen mit maximal bis zu zehn Personen bei Treffen vereinbart worden. „Es muss jeder für sich auch mit sich abmachen, ob dieses Maximum immer ausgeschöpft werden muss oder ob man auch darauf verzichtet.“

Max Seidenfaden

Mehr als 2200 Corona-Tote an einem Tag in den USA

09:10
26.11.2020
 In den USA hat die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten am zweiten Tag in Folge die 2000er-Marke überschritten. Am Mittwoch meldeten die Behörden 2297 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Dies entspricht dem höchsten Stand seit Anfang Mai. Tags zuvor waren es 2146 gewesen. Damit nähert sich die Zahl dem bislang höchsten Wert von 2609 Toten am 15. April.

Zugleich gab es nach JHU-Angaben am Mittwoch landesweit 181 490 neue Corona-Fälle. In der Vorwoche waren am gleichen Tag rund 170 000 Neuinfektionen gemeldet worden. Der bislang höchste Wert binnen eines Tages war am Freitag mit rund 196 000 Neuinfektionen registriert worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 12,7 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 262 000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Max Seidenfaden

Klingbeil zum „Corona-Soli“: Geht erst mal ums Krisenmanagement

08:12
26.11.2020
In der Corona-Krise ist es aus Sicht von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zu früh, um über einen „Corona-Soli“ zu diskutieren. „Ich glaube, dass es gerade um wichtigere Dinge geht als um die Frage, wie verteilen wir eigentlich die Lasten nach dieser Krise“, sagte Klingbeil am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. „Gerade geht es ums gute Krisenmanagement.“ Der Staat gebe gerade sehr viel Geld aus und am Ende müsse man schauen, wie teuer das sei und wie es bezahlt werde. „Aber das gucken wir dann“, sagte Klingbeil.

Die Ministerpräsidenten der SPD-regierten Länder hatten zuvor in ihrem Beschlussentwurf für die Bund-Länder-Runde am Mittwoch einen solchen Solidaritätszuschlag ins Spiel gebracht. So müssten die durch die Pandemie im Gesundheitswesen verursachten Kosten nicht einseitig durch die gesetzlich Versicherten abgefedert werden, hieß es.

Max Seidenfaden