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20201125121113

Höchstwert bei Corona-Todesfällen auch in Niedersachsen

10:45
25.11.2020
Die Zahl der Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden ist auch in Niedersachsen auf einen Höchstwert gestiegen. Das Landesgesundheitsamt meldete am Mittwochmorgen 34 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Der bisherige Rekordwert datierte vom 21. April mit 28 Todesfällen. Bei den Gestorbenen handelt es sich um Menschen, die nachweislich an oder mit dem Coronavirus gestorben sind.

Auch bundesweit meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) so viele Corona-Todesfälle wie nie zuvor. Binnen 24 Stunden übermittelten sie 410 Fälle (Stand: 25.11., 00.00 Uhr), wie aus RKI-Daten hervorging. Der bis dahin höchste Stand war Mitte April mit 315 Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden.

Jan-Felix Jasch

Brinkhaus: Frühere Einschränkungen wären besser gewesen

10:06
25.11.2020
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat kritisiert, dass die Bundesländer nicht früher härtere Maßnahmen ergriffen haben. Mit Blick auf die aktuell hohe Zahl an täglichen Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus sagte Brinkhaus am Mittwochmorgen in der RTL/ntv-Sendung „Frühstart“: „Da hätte man vielleicht auch früher drangehen müssen mit härteren Maßnahmen.“

Das Robert Koch-Institut(RKI) meldete am Mittwoch einen Höchstwert an neuen Corona-Todesfällen. Binnen 24 Stunden übermittelten die Gesundheitsämter dem RKI 410 Fälle, bei denen Menschen an oder unter Beteiligung einer Corona-Infektion gestorben sind (Stand: 25.11., 00.00 Uhr).

Die aktuellen Regeln hätten nicht ausgereicht, um Todesfälle zu verhindern, sagte Brinkhaus. „Deswegen müssen heute härtere Maßnahmen beschlossen werden“, sagte der CDU-Politiker vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder. Am Montagabend hatten sich diese auf eine Linie geeinigt, mit der sie in die Beratungen gehen. Demnach sollen die Kontaktbeschränkungen ab Anfang Dezember verschärft werden. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar soll es aber Lockerungen geben.

Jan-Felix Jasch

Weil: Einkaufen vor Weihnachten liegt im Biorhythmus der Gesellschaft

09:24
25.11.2020
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht sich gegen Corona-Verschärfungen im Einzelhandel aus. „Eine Schließung des Handels halte ich für nicht richtig“, sagte Weil im Interview der „Neuen Presse“ (Mittwoch). „Es liegt sozusagen im Biorhythmus unserer Gesellschaft, kurz vor Weihnachten einzukaufen“, sagte der Regierungschef. Eine Schließung wäre aus seiner Sicht mit unabsehbaren wirtschaftlichen Schäden verbunden.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen an diesem Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Corona-Regeln beraten. Weil verwies im Vorfeld auf große Unterschiede zwischen Nord und Süd und forderte: „Auf die unterschiedlichen Gegebenheiten muss auch unterschiedlich reagiert werden.“ Für Lockerungen sei der Inzidenzwert 50 maßgeblich. „Sobald wir den in Niedersachsen sicher erreicht haben, können wir auch sukzessive wieder Maßnahmen zurücknehmen“, sagte Weil.

Jan-Felix Jasch