Letztes Update:
20201123210702

Slowakei streitet über Fortsetzung der Corona-Massentests

20:56
23.11.2020
In der Slowakei hat sich der regierungsinterne Streit über die international beachteten Corona-Massentests verschärft. Deshalb war am Montag völlig offen, ob die von Ministerpräsident Igor Matovic für Anfang Dezember angekündigte nächste Test-Welle landesweit stattfinden wird.

Nachdem der konservative Regierungschef am Sonntag erneut Sanktionen gegen Test-Verweigerer angedroht hatte, stellte der liberale Wirtschaftsminister Richard Sulik am Montag das gesamte bisherige Pandemiekonzept der Regierung in Frage: „Der Kampf gegen das Coronavirus verläuft chaotisch und ignoriert die Meinungen von Experten“, sagte Sulik vor Journalisten in Bratislava.

Max Seidenfaden

Eltern bekommen Entschädigung für Homeschooling

20:36
23.11.2020
Eltern in Niedersachsen werden doch vom Land entschädigt, wenn sie ihre Kinder daheim betreuen müssen. Ein Verdienstausfall könne durch staatliche Leistungen kompensiert werden, wenn Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren zu Hause lernen müssen, teilte Ministeriumssprecherin Anne Hage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Montag mit. „Abstimmungen zwischen dem Sozial- und dem Kultusministerium haben zu der Klarstellung geführt, dass der Wechsel in das Szenario B faktisch zu einem Betretungsverbot für diejenigen Schülerinnen und Schüler führt, die zu Hause unterrichtet werden.“ Im Szenario B werden Schüler nicht mehr in der Schule, sondern daheim unterrichtet. Vergangene Woche hatte das Sozialministerium Ausfallzahlungen noch abgelehnt.

Max Seidenfaden

Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt weiter

20:26
23.11.2020
Angesichts steigender Zahlen von schwer erkrankten Corona-Patienten haben Intensivmediziner vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. „Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu“, sagte der Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der „Rheinischen Post“ (Montag). Die Politik habe seit September zu viel Zeit verschenkt. „Noch immer gibt es keine klaren Anweisungen an die Krankenhäuser, dass sie planbare Eingriffe und medizinisch unkritische Operationen verschieben sollen.“

Diese Anweisung sei jetzt zwingend notwendig, damit die Krankenhäuser handlungsfähig blieben und gleichzeitig unbürokratisch und schnellstmöglich finanzielle Kompensationen für Einnahmeverluste bereit gestellt werde. „Es darf nicht dazu kommen, dass wir Notfälle wegen überlasteter Corona-Stationen abweisen müssen“, sagte Janssens.

Nach Divi-Daten stieg die Zahl der Patienten auf 3709 (Stand 22.11.) - das waren 79 mehr als am Vortag. 2132 von ihnen wurden invasiv beatmet. Derzeit sind rund 6650 Betten frei. Vor einem Monat wurden etwas mehr als 1100 Patienten mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt, vor zwei Monaten rund 290.

Jan-Felix Jasch