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20201119074332

Afrika überschreitet Zwei-Millionen-Marke bei Corona-Fällen

07:35
19.11.2020
Afrika hat laut der Afrikanischen Union (AU) die Marke von zwei Millionen nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. 2 013 388 Fälle wurden bislang auf dem Kontinent dokumentiert, wie Zahlen der Gesundheitsorganisation der AU, der Africa CDC, am Donnerstag zeigten. 48 408 Menschen seien bislang gestorben. Demnach stellt Südafrika mit rund 760 000 Fällen den Großteil der registrierten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Weitere Schwerpunktländer sind Marokko, Ägypten, Nigeria oder Algerien. Nach Expertenansicht liegt die Dunkelziffer auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen jedoch weitaus höher.

Das Coronavirus hat sich zunächst relativ langsam auf dem Kontinent verbreitet, die Gesamtzahl ist noch immer gering im Vergleich zu anderen Regionen. Der erste Fall trat in Afrika später auf als anderorts, und die meisten Regierungen haben rasch strenge Maßnahmen verhängt. Allerdings hat das Tempo der Ausbreitung deutlich zugelegt: „Es brauchte fast sechs Monate um die Zahl von einer Million Fällen zu erreichen, und gerade mal etwas mehr als drei Monate um die Fallzahl von zwei Millionen zu erreichen“, beobachtete die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC).

Jan-Felix Jasch

Kretschmann: Weihnachts-Gottesdienste wohl „nicht voll geöffnet“

06:55
19.11.2020
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann stimmt die Menschen auch hinsichtlich kirchlicher Gottesdienste auf ein Weihnachtsfest mit Corona-Beschränkungen ein. „Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass die Gottesdienste voll geöffnet sind“, sagte der Grünen-Politiker in der SWR-Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“, die am Donnerstag (20.15 Uhr) im TV ausgestrahlt werden sollte. Er betonte allerdings, er glaube, Gottesdienste könnten mit entsprechenden Einschränkungen stattfinden.

Kretschmann dämpfte laut SWR auch Erwartungen an einen Winterurlaub während der Weihnachtsferien: „Sicher werden wir dringend empfehlen, keine großen Reisen zu machen, schon gar nicht ins Ausland.“

Mit Blick auf die Infektionszahlen sagte der Ministerpräsident: „Die Kurve hat sich abgeflacht, aber sie geht auch nicht richtig runter. Deswegen kann es schon sein, dass wir jetzt vielleicht noch mal sogar verschärfen müssen. Lockerung ist jedenfalls nicht in Sicht.“

Jan-Felix Jasch

Landesregierung stellt Corona-Impfstrategie vor

06:25
19.11.2020
Niedersachsen hat die Vorplanung der bevorstehenden Impfung breiter Bevölkerungsschichten gegen das Coronavirus abgeschlossen. Das Konzept des Landes für das Einrichten von Impfzentren wollen Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) und Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag (9.45 Uhr) in Hannover vorstellen. Neben den zentralen Impfmöglichkeiten in den Landkreisen und großen Städten sollen auch mobile Teams aufgebaut werden, die etwa die Bewohner von Heimen impfen. Vorbereitet werden muss auch der Transport und die Lagerung der Impfstoffe. Bundesweit soll es 60 Logistikstandorte geben.

In den geplanten Corona-Impfzentren sollen voraussichtlich jeweils mehrere Tausend Menschen pro Tag geimpft werden können. Je nach Größe könnten dies bis zu 4000 Menschen täglich sein. Zuerst sollen Menschen mit Vorerkrankungen etwa der Lungen oder der Bronchien geimpft werden, Ältere und Beschäftigte in besonders wichtigen Berufen - etwa Ärzte, Pfleger, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher. Doch am Anfang wird der Impfstoff wohl nicht für all diese Menschen reichen. Also wird noch weiter priorisiert werden müssen.

Jan-Felix Jasch