Letztes Update:
20201118212704

Corona-Krise verschärft die Situation für Gründerinnen

14:50
18.11.2020
Die Belastungen durch die Corona-Krise haben die ohnehin schwierigen Arbeitsbedingungen von Gründerinnen in Niedersachsen nach Ansicht von Experten nochmals deutlich erschwert. Frauen mit einem eigenen Unternehmen, die sich nun parallel verstärkt um die Familie kümmern müssen, gerieten zeitlich noch mehr unter Druck, sagte Kirstin von Blomberg vom Verband Deutscher Unternehmerinnen der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. „Sehr gravierend ist es auch bei jungen Frauen, die kleine Kinder haben.“

Bei Pflegefällen seien Frauen ebenfalls meist stärker eingebunden als Männer. Wenn sie wegen des aktuellen Teil-Lockdowns mehr Erziehungs- oder Pflegeaufgaben übernehmen müssen, habe dies oft Folgen für die Führung der selbst gegründeten Firma. Weniger Arbeitszeit und gleichzeitig weniger Aufträge bei weiter laufenden Kosten können besonders für kleine Betriebe gefährlich werden. „Dadurch sinkt auch der Gewinn eines selbstständigen Unternehmens“, sagte von Blomberg. Laut zuletzt verfügbaren Daten des Statistischen Landesamts entfielen im Jahr 2019 rund 35 Prozent der Gründungen in Niedersachsen auf Frauen.

Jan-Felix Jasch

Umfrage: Unternehmen planen langfristig mit Homeoffice

14:15
18.11.2020
Der von der Corona-Krise ausgelöste Trend zum Homeoffice wird die Wirtschaft in Deutschland langfristig verändern. 66 Prozent der von der Unternehmensberatung Deloitte befragten Finanzvorstände sagten auf die Frage nach den langfristigen Auswirkungen von Corona für ihr Unternehmen: „Wir planen, vermehrt auf Remote Working zu setzen.“

Das kostet zwar erst einmal Geld. 43 Prozent sagten: „Wir werden unsere Cyber-Absicherung aufgrund von erhöhtem Remote Working stark ausbauen.“ Auf der anderen Seite sparen die Unternehmen jedoch: „Wir planen, unsere Büroflächen aufgrund des erhöhten Homeoffice-Angebots in Zukunft zu reduzieren“, sagte 37 Prozent der befragten Finanzvorstände.

„Kostensenkungen“ stehen in den nächsten zwölf Monaten für 71 Prozent der Manager ganz oben auf der Liste der strategischen Maßnahmen. Wenn investiert wird, dann wollen 61 Prozent für die „Optimierung von Organisation und Geschäftsprozessen“ mehr Geld ausgeben. Bei „Software, Daten, IT-Netzwerke und Website-Aktivitäten“ wollen 47 Prozent einen stärkeren Schwerpunkt legen.

Jan-Felix Jasch