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Funktionär: Clubs fehlen absehbar 200 Millionen Euro an TV-Geldern

05:12
16.11.2020
Fußball-Funktionär Steffen Schneekloth hat die Bundesliga-Clubs zur Einheit und Solidarität aufgerufen und sich für ein Beibehalten des momentanen TV-Gelder-Verteilungsschlüssels ausgesprochen. In einem Gastbeitrag für den „Kicker“ (Montag) rechnete Schneekloth vor, dass den 36 Proficlubs der ersten und zweiten Liga aus der Verwertung der nationalen Medienrechte im kommenden Jahr insgesamt rund 200 Millionen Euro fehlen würden. „Das scheint bisher noch nicht richtig angekommen zu sein“, schrieb Schneekloth.

Der Rechtsanwalt ist Präsident des Zweitligisten Holstein Kiel, 3. Vizepräsident der Deutschen Fußball-Liga, Sprecher der 2. Liga sowie Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes. Nach dem derzeit angelegten Verteilermaßstab zwischen erster und zweiter Liga (ungefähr 80:20 Prozent) würden den Erstliga-Clubs somit um die 160 Millionen Euro und den Vereinen der 2. Bundesliga ungefähr 40 Millionen Euro fehlen.

„Da kann sich jeder vorstellen, mit welchen Mindereinnahmen er zukünftig umzugehen hat. Clubs darüber hinaus durch revolutionäre „Umverteilung“ weitere Gelder zu nehmen, dieser Gedanke scheint zur Unzeit zu kommen“, meinte Schneekloth. „Es gibt derzeit wichtigere und größere Herausforderungen für den deutschen Fußball, als sich öffentlich an vordergründigen Verteiler-Diskussionen zu beteiligen.“

Die Topclubs mit Bayern und Borussia Dortmund an der Spitze lehnen eine von kleineren und mittleren Vereinen geforderte gleichmäßige Verteilung der TV-Gelder ab und rüffelten den Vorstoß zuletzt als illoyal. Die Vertreter des FSV Mainz 05, FC Augsburg, VfB Stuttgart und von Arminia Bielefeld waren in der vergangenen Woche nicht zu einem Informationsaustausch der übrigen Erstligisten in Frankfurt/Main eingeladen worden. Dafür war der Hamburger SV als einziger Zweitligist bei dem Treffen dabei gewesen.

Sarah Haferkamp

Kapitel

Sonntag, 15. November

Das war am Sonntag, 15. November, wichtig

20:27
15.11.2020
Bremen und Niedersachsen:
  • Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut warnt vor einer fortschreitenden Radikalisierung von Gegnern der Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus.
  • Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen bleibt in Niedersachsen auch knapp zwei Wochen nach Beginn des Teil-Lockdowns auf hohem Niveau. Das Landesgesundheitsamt meldete am Sonntag 1060 neue Fälle im Vergleich zum Vortag.
  • Das Gesundheitsamt Bremen meldete am Sonntag insgesamt 93 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. 69 entfallen auf die Stadt, das entspricht in etwa dem Wert der vergangenen Woche - die Sieben-Tages-Inzidenz steigt leicht auf 179,4.
Deutschland und die Welt: 
  • Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Sonntag in Deutschland 16.947 neue Corona-Infektionen gemeldet.
  • Am Montag wollen Kanzlerin und Ministerpräsidenten eine Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns ziehen. Mit Lockerungen ist kaum zu rechnen.
  • Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in den USA erstmals seit mehreren Tagen unter der des Vortages geblieben. Die binnen 24 Stunden neu registrierten Fälle erreichten am Samstag die Marke von 166.555.

Jan-Felix Jasch