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Trump: Biontech-Impfstoff soll in USA sehr schnell zugelassen werden

11:17
14.11.2020
Der von Pfizer und der deutschen Firma Biontech entwickelte Corona-Impfstoff soll nach den Worten des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump „sehr, sehr schnell“ in den USA zugelassen werden. Die jüngst von den Herstellern verkündete Wirksamkeit des Impfstoffs „übertrifft bei Weitem alle Erwartungen“, sagte Trump am Freitag im Rosengarten des Weißen Hauses. Die US-Regierung habe sich vertraglich die Lieferung von 100 Millionen Impfdosen gesichert und habe die Option, schnell Millionen weitere Dosen zu bekommen. Trump war mit dem Versprechen eines schon bald verfügbaren Impfstoffs in die Wahl am 3. November gezogen, die er gegen den Demokraten Joe Biden verlor.

Das in Mainz ansässige Unternehmen Biotech und der US-Pharmakonzern Pfizer wollen dem Vernehmen nach noch diesen Monat bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für den Impfstoff beantragen. Beide Firmen hatten jüngst mitgeteilt, dass ihr Impfstoff nach ersten Erkenntnissen einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor einer Coronavirus-Infektion biete. Sie wollen in diesem Jahr 50 Millionen und 2021 rund 1,3 Milliarden Impfdosen zur Verfügung stellen - weltweit. Der Impfstoff muss besonders gekühlt und pro Person zweimal verabreicht werden, um seine Wirksamkeit zu entfalten.

Jan-Felix Jasch

Merkel: Corona-Winter wird uns allen noch viel abverlangen

10:19
14.11.2020
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bürgerinnen und Bürger vor der am Montag geplanten Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns erneut auf schwierige Monate wegen der Corona-Krise eingestimmt. „Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen“, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. „Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht unbeschwert direkt begegnen können.“ Zwar könnten hier die Möglichkeiten neuer Kommunikationsmittel helfen, sie seien „aber natürlich kein Ersatz für persönliche Begegnungen“.

Merkel will an diesem Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder eine Zwischenbilanz zu dem seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown ziehen, mit dem die in die Höhe geschnellten Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen werden sollen. Die Bundesregierung hat bereits betont, dass sie derzeit noch keine Möglichkeiten für Lockerungen sieht.

Vor ihrem Gespräch mit Pflegebedürftigen, pflegenden Angehörigen und Pflegekräften in einer Reihe virtueller Bürgerdialoge an diesem Donnerstag hob Merkel die Lage im Pflegebereich hervor. „Wir alle haben den Älteren und ganz Alten viel zu verdanken - und auch denen, die sich um sie kümmern“, betonte sie. Die Pandemie mache das Leben in Heimen und Einrichtungen einsamer und die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte noch belastender. „Schutz vor der Gefahr des Virus ist notwendig, aber die Antwort soll auch nicht einfach Abschottung heißen.“ Oft seien unter großem Einsatz Wege gefunden worden, dass Besuche doch möglich gewesen seien.

Jan-Felix Jasch