Die Bundesregierung will die Arbeit in der Pflege attraktiver machen und setzt dabei auf höhere Löhne und die Entlastungen für Pflegekräfte. „Pflege soll regelhaft besser entlohnt werden. Dafür soll nach Überlegungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Zahlung einer Entlohnung nach Tarif sozialrechtlich verankert werden“, heißt es einem dem Nachrichtenportal „ThePioneer“ (Freitag) vorliegenden Zwischenbericht zur sogenannten Konzertierten Aktion Pflege. Die Finanzierung bleibe jedoch offen. Der Bericht soll am Freitag von Spahn (CDU), Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) präsentiert werden.
Entlastung für Pflegekräfte soll unter anderem eine bessere Vereinbarkeit von Job und Familie bringen. Laut Bericht haben Heime inzwischen Fördermittel etwa für Betreuungsangebote in Höhe von 870 000 Euro erhalten. Zudem setzen Regierung und Pflegebranche auf digitale Unterstützung.
Probleme gibt es dem Bericht zufolge bei der Ausbildung. „Während durch die Corona-Pandemie einerseits eine hohe Aufmerksamkeit für die Pflege ausgelöst wurde, hat diese andererseits die Möglichkeiten der Pflegeeinrichtungen zur aktiven Werbung von Auszubildenden in 2020 stark reduziert“, heißt es in dem Papier. Erklärtes Ziel der Konzertierten Aktion war es, die Zahl der Pflege-Azubis bis Ende 2023 um zehn Prozent zu steigern.
Jan-Felix Jasch