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20201113114046

Erholung der Wirtschaft von Corona-Einbruch etwas schwächer

10:46
13.11.2020
Die Wirtschaft der Eurozone hat sich im Sommer nicht ganz so stark wie erwartet vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholt. Die Wirtschaftsleistung (BIP) lag im dritten Quartal 12,6 Prozent höher als im Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Dies ist das stärkste Wachstum seit Beginn der Aufzeichnungen 1995. In der ersten Erhebung hatte Eurostat für die Monate Juli bis September noch ein etwas stärkeres Wachstum von 12,7 Prozent gemeldet. Analysten waren von einer Bestätigung der ersten Erhebung ausgegangen.

In den Ländern mit der Euro-Währung gab es im dritten Quartal das stärkste Wachstum in Frankreich mit 18,2 Prozent, während die deutsche Wirtschaftsleistung um 8,2 Prozent zulegte. Der Wachstumsschub im Sommer folgte einem schweren Einbruch im Frühjahr. Während der ersten Corona-Welle war das BIP im Euroraum im zweiten Quartal um 11,8 Prozent eingebrochen.

Trotz des Rekordwachstums in den Sommermonaten hat die Konjunktur in den 19 Mitgliedsstaaten der Eurozone den Corona-Einbruch nicht vollständig wettmachen können. Wie die Statistikbehörde weiter mitteilte, war die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 4,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Jan-Felix Jasch

Wegen Corona: Verbände warnen vor Generation der Nichtschwimmer

10:17
13.11.2020
Aufgrund der Corona-Pandemie fallen Tausende Anfänger-Schwimmkurse für Kinder aus, auch der schulische Schwimmunterricht ist vielerorts zum Erliegen gekommen. „Die Schwimmfertigkeit in Deutschland nimmt noch mal einen heftigen Knick nach unten, das ist eine dramatische Entwicklung“, sagte der Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Achim Wiese, der Deutsche Presse-Agentur. „Schon jetzt können nur 41 Prozent der Kinder, die die Grundschule verlassen, sicher schwimmen. Da haben wir einen riesigen Nachholbedarf nach Corona.“

Der Vizepräsident des Deutschen Schwimmverbandes (DSV), Wolfgang Hein, sprach von einem „deutlichen Einschnitt“. Die Kinder seien von der Bewegung entwöhnt. „Es ist bequem, zu Hause zu sitzen auf dem Sofa oder am Schreibtisch und ein bisschen rumzudaddeln. Sie dürfen ja auch nichts.“ Nach dem Teil-Lockdown müssten die Bäder den Vereinen mehr Zeit für Schwimmkurse einräumen, auch an den Wochenenden oder in den Ferien, forderte Hein. Schon vor Corona gab es für Seepferdchen- oder Bronze-Kurse in vielen Regionen lange Wartelisten.

Jan-Felix Jasch