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20201112125022

Mehr Corona-Patienten auf der Intensivstation

12:34
12.11.2020
Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Corona-Fälle in Deutschland steigt weiter an. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin meldete am Donnerstag, dass 3186 Covid-Patienten auf Intensivstation liegen (Stand 12.11., 12.15 Uhr). Das ist ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am Vortag waren es noch 59 weniger. Etwas mehr als die Hälfte der Intensiv-Patienten muss demnach invasiv beatmet werden, rund 6600 Betten sind frei.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) melden derzeit immer mehr Kliniken Engpässe. Häufigster Grund sei das Personal, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Durch die hohen Corona-Fallzahlen im Land gebe es auch mehr Ansteckungen und Fälle von Quarantäne bei Klinikbeschäftigten. Es gelte zu verhindern, dass sich die Situation weiter zuspitze, sagte Wieler.

Jan-Felix Jasch

Verband warnt: Corona-Krise darf nicht zur Ausbildungskrise werden

11:58
12.11.2020
Der Bundesverband der Freien Berufe hat davor gewarnt, dass die Corona-Krise zu einer tiefgreifenden Ausbildungskrise wird. Präsident Wolfgang Ewer sagte am Donnerstag: „Wir müssen alle Kräfte aufbieten, um möglichst vielen jungen Menschen ihren beruflichen Start durch eine Ausbildung zu ermöglichen.“ Die Auszubildenden von heute seien die Fachkräfte von morgen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte am Vormittag zum Start einer neuen Dialogreihe mit Auszubildenden über ihre Erfahrungen in der Pandemie sprechen.

Im Handwerk etwa wurden nach Branchenangaben bis Oktober rund 131 000 Ausbildungsverträge neu erfasst - im Vergleich zum Vorjahresmonat war dies ein Rückgang von 7,3 Prozent. Ewer sagte, auch bei den freien Berufen seien die coronabedingten Folgen spürbar. Zum Stichtag 30. September seien 6,7 Prozent Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen worden als zum Vorjahreszeitpunkt.

Jan-Felix Jasch