Hamburgs rot-grüner Senat hat die Aussicht auf die Zulassung eines Corona-Impfstoffs begrüßt, aber gleichzeitig dazu aufgerufen, sich weiter an die Corona-Regeln zu halten. „Tatsächlich sind das sehr ermutigende Nachrichten“, sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag mit Blick auf die am selben Tag getroffene Vereinbarung der EU-Kommission zur Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs der Pharmafirmen Biontech und Pfizer.
Für den Fall, dass dieser tatsächlich zugelassen werde, seien die Behörden bereits dabei, eine mögliche Impfung vorzubereiten, sagte Leonhard. Gleichzeitig mahnte sie, die Corona-Regeln weiter zu befolgen. Erste Erfolge könnten sich in den nächsten drei, vier Tagen einstellen, „das können sie aber nur, wenn tatsächlich alle Hamburgerinnen und Hamburger das Infektionsgeschehen auch sehr ernst nehmen“.
Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen erhöhte sich am Dienstag wieder deutlich um 422. Am Montag waren noch 298 Fälle gemeldet worden. Der Sieben-Tage-Wert pro 100 000 Einwohner sank dennoch leicht von 165,9 auf 164,1, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.
Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 17 859 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 10 400 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen. Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Hamburger Kliniken stieg den Angaben zufolge von vergangenem Freitag bis Montag von 240 auf 264; die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen kletterte um 10 auf 68.
Michael Rabba