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Merz, Röttgen und Kretschmer vorsorglich in Quarantäne

19:18
09.11.2020
Nach einer Parteiveranstaltung in Sachsen haben sich die beiden CDU-Vorsitzkandidaten Friedrich Merz und Norbert Röttgen sowie der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (ebenfalls CDU) vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Zuvor war ein weiterer Teilnehmer der Veranstaltung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Schnelltests fielen bei den drei Politikern negativ aus, wie Merz' Sprecher, eine Mitarbeiterin von Röttgens Abgeordnetenbüro und die sächsische Staatskanzlei am Montag mitteilten.

Die Politiker hatten am Freitagabend von einem Studio aus an einer Online-Konferenz der sächsischen Union teilgenommen. Auch Sachsens Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) war dabei gewesen. Er war am Sonntag mit einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ebenfalls dabei war Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU). Auch sie befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Auf einem Foto sind die fünf Politiker zu sehen, wie sie ohne Mundschutz um einen Tisch herum sitzen. Sie hätten gerade etwas gegessen und getrunken, hieß es von der sächsischen CDU. „Ansonsten wurde Maske im Raum getragen.“ Der Abstand hätte größer sein können, räumte der Landesverband ein. Merz und Röttgen sitzen auf dem Foto jeweils einen freien Sitzplatz von den drei Kabinettsmitgliedern entfernt.

Außer Thomas Schmidt wurden alle sächsischen Kabinettsmitglieder mit Schnelltests negativ auf das Coronavirus getestet. Die Ergebnisse von zuverlässigeren PCR-Tests standen am späten Montagnachmittag noch aus.

Michael Rabba

Großbritannien: Wieder fast so viele Covid-19-Patienten wie im Frühjahr

18:33
09.11.2020
In britischen Krankenhäusern werden wieder fast so viele Covid-19-Patienten behandelt wie im Frühjahr. „Wir sind auf dem Weg zu dem gleichen Niveau wie in der ersten Welle“, sagte der britische Premier Boris Johnson am Montag in London. Am 5. November seien rund 13 000 Menschen im Krankenhaus mit Covid-19 behandelt worden. Auch die Zahl der Todesfälle sei auf hohem Niveau - sie lag zuletzt mehrfach bei rund 300 Fällen pro Tag.

Bereits nach dem Frühjahr galt Großbritannien als eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen Länder in Europa. Nach Zahlen der Statistikbehörde hat die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 mittlerweile die Schwelle von 65 000 überschritten.

Mit Blick auf die vielversprechenden Nachrichten über einen potenziellen Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer sagte Johnson, das „Signalhorn der Kavallerie der Wissenschaft tute heute lauter“. Aber es sei noch ein langer Weg. So schwor er die Bevölkerung darauf ein, Geduld zu haben und sich weiter an die Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln zu halten. In England gilt bis Anfang Dezember ein Teil-Lockdown, in dem die Gastronomie, viele Geschäfte und Freizeiteinrichtungen geschlossen bleiben müssen.

Michael Rabba