Die Corona-Pandemie stellt Bremen und Städte in Niedersachsen bei der Unterbringung von Menschen ohne Obdach in der kalten Jahreszeit vor besondere Herausforderungen. In den Unterkünften gelten Abstands- und Hygieneregeln, wie aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Dort wo es möglich ist, wurde demnach die Belegung von Gemeinschaftsunterkünften entzerrt. In Bremen etwa sollen nicht mehr als zwei Personen in einem Zimmer untergebracht werden. Auch die Städte Göttingen und Braunschweig passten ihre Angebote an die Corona-Vorschriften an.
Die Landesarmutskonferenz in Niedersachsen ging zuletzt davon aus, dass die Zahl der Obdachlosen während der kommenden Monate zunehmen wird. Steigende Corona-Infektionszahlen könnten zudem dafür sorgen, dass Hilfsangebote auch zum Schutz von Mitarbeitern reduziert werden könnten. Die Kommission zu Fragen der Migration und Teilhabe im niedersächsischen Landtag sieht die Unterbringung vieler Menschen in Gemeinschaftsunterkünften auf engstem Raum mit Sorge. Sie forderte daher die Landesregierung auf, geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen und die Unterbringung von Obdachlosen und Geflüchteten zu entzerren.