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Studie: Mehr psychische Belastungen durch Corona-Krise

07:24
08.11.2020
Die Belastungen durch die Corona-Krise steigen: Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums und des Forschungsinstituts IZA, die der "Welt am Sonntag" vorliegt. Demzufolge fühlen sich fast 70 Prozent der Befragten emotional belastet, weil sie sich um die Gesundheit von Angehörigen sorgen. 55 Prozent erklärten, sie litten unter der Unsicherheit, wie es in den kommenden Monaten weitergeht.

Auch die Einschränkungen des Handlungsspielraums, der Verlust sozialer Kontakte und Sorgen um die eigene Gesundheit belasten einen großen Teil der Bevölkerung, hieß es. 15 Prozent nannten finanzielle Schwierigkeiten als Bürde. Die fehlende Trennung von Arbeit und Privatleben im Homeoffice bezeichnete etwa jeder Zehnte als Belastung. Das Meinungsforschungsinstitut befragte den Angaben zufolge 1.000 Erwachsene, bevor der "Lockdown light" in Kraft war.

Eine Auswertung der AOK unter 26,5 Millionen Versicherten für die Zeitung zeigt zudem, dass die Rolle psychischer Leiden wächst. So waren sie in den ersten neun Monaten dieses Jahres für 16,4 Prozent der Krankheitstage verantwortlich. Im Vorjahr waren es noch 15,8 Prozent. Auch andere Krankenkassen verzeichnen Zuwächse des Anteils der Depressionen und Angstzustände bei insgesamt fallenden Krankheitsständen während der Corona-Krise, hieß es.

Patrick Reichelt

Kapitel

Samstag, 7. November

Das war am Samstag, 7. November, wichtig

19:00
07.11.2020
Bremen und Niedersachsen:
  • Im Land Bremen gibt es aktuell 2893 (+185) aktive Covid-19-Infektionen und damit 7088 (+185) insgesamt bestätigte Fälle. 4109 (+0) Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Todesopfer bleibt konstant bei 86, wie das Gesundheitsressort mitteilt. 
  • Zum Schutz vor Infektionen ist auch in Niedersachsen der Einsatz neuer Corona-Antigen-Schnelltests in Pflegeheimen angelaufen.


Deutschland und die Welt:
  • Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben ein gemeinsames Vorgehen bei Impfungen gegen Corona beschlossen. Die vom Bund beschafften Impfstoffe sollen durch die Bundeswehr oder durch die Hersteller angeliefert werden. Die Impfdosen sollen dem Bevölkerungsanteil entsprechend an die Länder verteilt werden, die die Impfzentren in eigener Verantwortung errichten. 
  • Bei der Zahl erfasster Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) erneut einen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsämter meldeten 23 399 neue Fälle binnen 24 Stunden. Dies geht aus Angaben des RKI vom Samstagmorgen hervor. 
  • Gegen den wegen Corona geltenden Teil-Lockdown liegen beim Bundesverfassungsgericht bislang vier Verfassungsbeschwerden und zwei Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung vor.

Michael Rabba