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Nach Protesten: Italiens Regierung billigt neue Corona-Hilfen

12:06
07.11.2020
Nach Protesten gegen die verschärften Corona-Vorschriften in Italien hat die Regierung neue Hilfsmaßnahmen für betroffene Unternehmen und Arbeitnehmer angekündigt. In der Nacht zum Samstag verabschiedete das Kabinett ein Hilfspaket, das nach einer Mitteilung unter anderem Steuererleichterungen, Kredite, Zahlungsaufschübe und Zuschüsse vorsieht. Genaue Angaben zur Summe gab es darin zunächst nicht. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge hat das Paket einen Umfang von rund 2,5 Milliarden Euro. Ende Oktober hatte die Regierung bereits Hilfsmaßnahmen in Höhe von 5,4 Milliarden Euro bewilligt.

Für vier italienische Regionen gilt seit Freitag ein Teil-Lockdown, der allerdings weniger streng ist als im Frühjahr. Zu den Roten Zonen gehören im Norden die wirtschaftsstarke Lombardei mit zehn Millionen Menschen, das Piemont und das Aostatal sowie im Süden Kalabrien. Landesweit wurden weitere Beschränkungen eingeführt, darunter eine nächtliche Ausgangssperre. Für den Weg zur Arbeit oder zum Arzt sind Ausnahmen erlaubt. Im ganzen Land sind die Museen zu. Höhere Schulen und Universitäten müssen auf Online-Unterricht umstellen.

Patrick Reichelt

Tschentscher spricht sich weiter gegen Corona-Tests ohne Anlass aus

11:26
07.11.2020
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich mit Blick auf die mehr als ausgelasteten Labore erneut gegen Corona-Tests ohne Anlass ausgesprochen. „Wir können nicht beliebig viel testen, sondern müssen gezielt vorgehen“, sagte Tschentscher dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. „Wer keine Symptome hat, muss in der Regel nicht getestet werden.“ Es sei entscheidend, dass die Virusausbreitung eingedämmt werden könne.

Lockerungen der derzeitigen Corona-Regeln werden Tschentscher zufolge erst wieder möglich sein, wenn die Neuinfektionsrate auf einen Bereich von etwa 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner zurückgegangen ist. „Weil es den Gesundheitsämtern dann wieder besser gelingt, Kontakte ausreichend nachzuverfolgen.“

Wie die Lage im Sommer aussehen werde, konnte Tschentscher nicht sagen. Er selbst habe noch keinen Sommerurlaub gebucht, weil er nicht so weit in die Zukunft plane. „Die Lage wird sich im Frühjahr wohl verbessern, aber es ist nicht sicher, dass wir im Sommer schon wieder frei reisen können.“

Patrick Reichelt