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20201102100958

Trump kritisiert „drakonische Lockdowns“ in Europa

09:22
02.11.2020
US-Präsident Donald Trump hat Kritik an den „drakonischen Lockdowns“ in Europa geübt und solche Maßnahmen für die USA trotz stark steigender Infektionszahlen ausgeschlossen. „Schauen Sie sich an, was in Europa passiert ist“, sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Hickory im Bundesstaat North Carolina. „Die Menschen begehren auf, sie wollen und können das nicht mehr tun.“ Trump fügte hinzu: „Europa hat drakonische Lockdowns verhängt, und trotzdem explodieren ihre Fallzahlen, die Zahl ihrer Toten nimmt stark zu, und ihre Wirtschaften sind - seien wir ehrlich, Sie sehen, was passiert - sie sind in Trümmern.“ Er fügte hinzu, natürlich wünschten die USA Europa nur Gutes.

Der Republikaner warf seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden vor, im Fall seines Sieges bei der Präsidentenwahl am Dienstag einen Lockdown in den USA verhängen und „Amerika in einen Gefängnisstaat“ verwandeln zu wollen. „Der Biden-Lockdown wird zu unzähligen Toten führen und eine ganze Generation an Träumen auslöschen.“ Trump lobte erneut sein Krisenmanagement in der Corona-Pandemie, das eine Mehrheit der Amerikaner seit Monaten negativ bewertet. Biden hat keinen Lockdown angekündigt, sondern versprochen, auf den Rat der Wissenschaftler zu hören. Er schrieb am Sonntag auf Twitter: „Donald Trump hat den Versuch aufgegeben, das Virus unter Kontrolle zu bringen.“

Jan-Felix Jasch

Corona-Krise brockt Ryanair auch im Sommer Verlust ein

08:46
02.11.2020
Der Einbruch des Flugverkehrs durch die Corona-Pandemie hat auch Europas größten Billigflieger Ryanair im Sommer in die roten Zahlen gedrückt. Weil sich die Ticketnachfrage nach dem faktischen Flugstopp im Frühjahr nur schleppend erholte, stand im zweiten Geschäftsquartal bis Ende September unter dem Strich ein Verlust von rund 226 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Ryanair in der wichtigsten Reisezeit des Jahres noch einen Gewinn von 910 Millionen Euro erzielt.

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres summierte sich der Verlust damit auf knapp 411 Millionen Euro. Konzernchef Michael O'Leary erwartet, dass das Minus im Winterhalbjahr bis Ende März noch höher ausfällt. Eine genaue Prognose sei wegen der Unsicherheit rund um den weiteren Verlauf der Pandemie aber nicht möglich. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Ryanair noch mit etwa 38 Millionen Fluggästen. Sollten die Regierungen in der Europäischen Union weitere unabgestimmte Reisebeschränkungen erlassen, könnte die Zahl noch niedriger ausfallen, warnte Ryanair.

Jan-Felix Jasch