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Athen beschließt nächtliches Ausgangsverbot für ganz Griechenland

13:36
31.10.2020
Die griechische Regierung hat am Samstag ein landesweites nächtliches Ausgangsverbot angekündigt, um die Ausbreitung von Corona zu verringern. „Nach einer langen Phase der Stabilität nehmen die Fälle auch in unserem Land exponentiell zu“, begründete Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis den Schritt in einer Videoansprache. „Unsere Wissenschaftler warnen davor, dass die neue Pandemie bald die Widerstandsfähigkeit des nationalen Gesundheitssystems erschüttern wird.“

Das Ausgangsverbot zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr morgens soll am kommenden Dienstag in Kraft treten. Zudem wird von Dienstag an im ganzen Land Maskenpflicht gelten. In sogenannten roten Zonen, in denen die Corona-Zahlen hoch sind, müssen zudem Restaurants, Bars, kulturelle und andere Freizeiteinrichtungen schließen. Das betrifft auch die Region Attika samt der Hauptstadt Athen.

Universitäten sollen ebenfalls nicht öffnen. Der gesamte Hochschulbetrieb soll online abgehalten werden. Zudem will Athen die Zahl der Homeoffice-Plätze für Staatsbedienstete auf 50 Prozent ausweiten. Auch der Privatsektor soll die Heimarbeit entsprechend hochfahren. Die Maßnahmen sollen vorerst für einen Monat gelten.

Max Seidenfaden

Corona-Nothilfe im Profisport: Bisher 19 Millionen Euro bewilligt

13:01
31.10.2020
Etwas mehr als 19 Millionen Euro aus dem Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes sind bislang in den Profisport geflossen. Dem Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln lagen einen Tag vor Ablauf der ursprünglich bis zum 31. Oktober laufenden Frist 245 Anträge vor. Die beantragte Summe betrug 58 247 465,40 Euro. Von den 245 Anträgen wurden bislang 80 bewilligt, die ein Volumen von 19 104 350,52 Euro ausmachen. 163 Anträge sind noch in der Bearbeitung. Dies ergab eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur beim für die Corona-Sportförderung zuständigen Bundesministerium des Innern.

Anfang Juli hatte der Bundestag ein Hilfspaket verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise für den Profisport zu mildern. Angesprochen sind Sportvereine und Unternehmen im professionellen und semiprofessionellen Wettbewerb. Die „Coronahilfen Profisport“ haben ein Volumen von 200 Millionen Euro. Die Antragsfrist sollte eigentlich an diesem Samstag (31. Oktober) auslaufen, sie wurde aber nach Verkündung des Teil-Lockdowns bis zum 11. November verlängert.

Wie viele Anträge noch eingehen, kann das Ministerium nicht abschätzen, da es an einer repräsentativen Datengrundlage fehlt. „Wir beobachten jedoch ein sukzessives Ansteigen der Antragszahlen“, erklärte ein Sprecher.

Sarah Haferkamp

Bahn will Angebot auch im zweiten Teil-Lockdown aufrecht erhalten

12:34
31.10.2020
Die Deutsche Bahn will auch während des erneut beschlossenen Teil-Lockdowns in der Corona-Krise ab kommender Woche den Fahrbetrieb nahezu ohne Einschränkungen aufrechterhalten. „Wir fahren weiter den vollen Fahrplan“, sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber der Deutschen Presse-Agentur. „Der Zugbetrieb bei der DB läuft also planmäßig.“ Bis auf wenige Züge, darunter einzelne Sprinter- und Verstärkerzüge, soll im Fernverkehr alles fahren. Im Regionalverkehr wiederum hätten die Länder als Aufgabenträger „bislang ausnahmslos signalisiert, das Angebot (...) möglichst bei unverändert 100 Prozent aufrechtzuerhalten“, sagte Huber weiter.

Bund und Länder hatten am Mittwoch beschlossen, ab kommender Woche touristische Übernachtungsmöglichkeiten zu verbieten und Bars, Restaurants und Kneipen ebenso zu schließen wie Museen und andere Sehenswürdigkeiten. Hintergrund sind die rasant steigenden Infektionszahlen in der Corona-Krise. Während der pandemiebedingten Einschränkungen im Frühling hatte die Bahn rund drei Viertel ihrer Fahrten durchgeführt, seit dem Sommer fahren die Züge wieder zu 100 Prozent.

Sarah Haferkamp