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20201031124654

Gesundheitsökonom zu Corona-Auflagen: „Können uns nicht einsperren“

11:39
31.10.2020
Der Gesundheitsökonom Florian Kainzinger (38) hält die wieder verschärften Corona-Auflagen für den Sport in Deutschland für teilweise überzogen, auch wenn er die Entscheidungen der Politik wegen der rasant steigenden Infektionszahlen nachvollziehen kann. Das Gegensteuern sei richtig, sagt Kainzinger im Interview des Online-Portals der „Nürnberger Nachrichten“ und „Nürnberger Zeitung“. „Was ich mir aber wünschen würde, ist, dass man sich differenzierter damit auseinandersetzt, wo es Ansteckungsketten gibt - und wo nicht.“

Das vollständige Verbot von Zuschauern in den kommenden Wochen geht Kainzinger, der Vereine und Theater berät und auch das Hygienekonzept für das Finalturnier der Basketball-Bundesliga erarbeitet hatte, zu weit. „Gerade im Outdoor-Bereich. 5000 Menschen im Berliner Olympiastadion sind weder auf den Rängen noch bei der Abreise ein Problem“, meint Kainzinger.

Max Seidenfaden

Gewaltige Explosion an russischem Krankenhaus für Corona-Patienten

11:24
31.10.2020
An einem Krankenhaus für Corona-Patienten in Russland ist ein Tank mit medizinischem Sauerstoff explodiert. Videos zeigten, wie es am Samstag in der Stadt Tscheljabinsk am Ural eine gewaltige Detonation gab. Durch die Wucht wurden auch umliegende Häuser beschädigt, wie die Behörden mitteilten. Menschen wurden demnach nicht verletzt. Die 160 Patienten seien in eine andere Klinik oder in ein Gebäude des städtischen Stadions gebracht worden.

Weshalb es zu der Explosion etwa 1500 Kilometer östlich von Moskau kam, war zunächst unklar. Die Behörden teilten der Staatsagentur Tass zufolge mit, dass die Ausrüstung zur Versorgung von Patienten mit Sauerstoff erst in den vergangenen Tagen installiert worden sei.

Max Seidenfaden

Lindner will digitale Wahlparteitage per Gesetz ermöglichen

11:19
31.10.2020
Der FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner dringt angesichts der Corona-Krise auf eine rasche Änderung des  Parteienrechts, um digitale Wahlparteitage zu ermöglichen. „Wir
können die Vorbereitung der nächsten Bundestagswahl nicht  auf Dauer unterbrechen“, sagte Lindner der „Augsburger Allgemeinen“ (Freitag). „Wenn die CDU jetzt den Willen hat, das Parteiengesetz zu modernisieren und digitale Entscheidungen zu ermöglichen, dann ist die FDP bereit, das in einem ganz schnellen Gesetzgebungsverfahren  möglich zu machen.“

Der CDU-Vorstand hatte am Montag beschlossen, den für den 4. Dezember geplanten Parteitag in Stuttgart mit der Wahl des neuen Vorsitzenden wegen der stark steigenden Corona-Zahlen abzusagen. Wenn auch Anfang des neuen Jahres kein Präsenzparteitag möglich ist, soll ein digitaler Parteitag abgehalten werden. Bisher fehlt dafür aber noch eine gesetzliche Grundlage. Für den Fall, dass das so bleibt, will die CDU einen digitalen Parteitag mit Vorstellungsrunde und eine anschließende Briefwahl machen. Für den Vorsitz bewerben sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen.

Jan-Felix Jasch