Der Gesundheitsökonom Florian Kainzinger (38) hält die wieder verschärften Corona-Auflagen für den Sport in Deutschland für teilweise überzogen, auch wenn er die Entscheidungen der Politik wegen der rasant steigenden Infektionszahlen nachvollziehen kann. Das Gegensteuern sei richtig, sagt Kainzinger im Interview des Online-Portals der „Nürnberger Nachrichten“ und „Nürnberger Zeitung“. „Was ich mir aber wünschen würde, ist, dass man sich differenzierter damit auseinandersetzt, wo es Ansteckungsketten gibt - und wo nicht.“
Das vollständige Verbot von Zuschauern in den kommenden Wochen geht Kainzinger, der Vereine und Theater berät und auch das Hygienekonzept für das Finalturnier der Basketball-Bundesliga erarbeitet hatte, zu weit. „Gerade im Outdoor-Bereich. 5000 Menschen im Berliner Olympiastadion sind weder auf den Rängen noch bei der Abreise ein Problem“, meint Kainzinger.