Profisportvereine erhalten mehr Zeit, Corona-Hilfen aus dem 200 Millionen Euro schweren Topf des Bundes zu beantragen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe die Frist für die Anträge bis zum 11. November verlängert, teilte ein Sprecher des auch für den Sport zuständigen Ministeriums am Freitag mit. Ursprünglich wäre der Meldeschluss der 31. Oktober gewesen.
Bevollmächtigte Vertreter müssen sich aber weiterhin bis zum Samstag beim Bundesverwaltungsamt registrieren, um in den folgenden Tagen den vollständigen Antrag einreichen zu können.
Anfang Juli hatte der Bundestag ein Hilfspaket verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise für den Profisport abzumildern. Pro Club können bis zu 800 000 Euro erstattet werden, um ausbleibende Ticketeinnahmen vom 1. April bis zum 31. Dezember auszugleichen.
Ein Verein, der 100 000 Euro Ertrag gehabt hat, kann bis zu 80 000 Euro bekommen. „Ich möchte Insolvenzen der Sportvereine verhindern. Dadurch erhalten wir nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Vereine als wichtigen Teil unseres Zusammenlebens vor Ort“, hatte Seehofer gesagt.