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Antragsfrist für Corona-Hilfen für Profisport verlängert

15:13
30.10.2020
Profisportvereine erhalten mehr Zeit, Corona-Hilfen aus dem 200 Millionen Euro schweren Topf des Bundes zu beantragen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe die Frist für die Anträge bis zum 11. November verlängert, teilte ein Sprecher des auch für den Sport zuständigen Ministeriums am Freitag mit. Ursprünglich wäre der Meldeschluss der 31. Oktober gewesen.

Bevollmächtigte Vertreter müssen sich aber weiterhin bis zum Samstag beim Bundesverwaltungsamt registrieren, um in den folgenden Tagen den vollständigen Antrag einreichen zu können.

Anfang Juli hatte der Bundestag ein Hilfspaket verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise für den Profisport abzumildern. Pro Club können bis zu 800 000 Euro erstattet werden, um ausbleibende Ticketeinnahmen vom 1. April bis zum 31. Dezember auszugleichen.

Ein Verein, der 100 000 Euro Ertrag gehabt hat, kann bis zu 80 000 Euro bekommen. „Ich möchte Insolvenzen der Sportvereine verhindern. Dadurch erhalten wir nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Vereine als wichtigen Teil unseres Zusammenlebens vor Ort“, hatte Seehofer gesagt.

Max Seidenfaden

Erste Eilanträge gegen Schließungen bei Berliner Verwaltungsgericht

14:58
30.10.2020
Am Berliner Verwaltungsgericht sind die ersten Eilanträge gegen die für kommende Woche angeordneten Schließungen von Restaurants, Kneipen und Bars eingegangen. „Stand jetzt gibt es vier Eilanträge rund um den Komplex des am Montag beginnenden Lockdowns“, teilte das Gericht am Freitag auf Anfrage mit. Weitere 19 Anträge seien angekündigt, bislang aber noch nicht eingegangen. Wann über die Eilanträge entschieden werde, sei zunächst nicht absehbar.

Der Berliner Senat hatte am Vortag die Umsetzung der Corona-Beschlüsse aus der Bund-Länder-Konferenz vom Mittwoch beschlossen. Demnach müssen von kommender Woche an Gastronomen für mindestens vier Wochen schließen - Auslieferungen bleiben aber möglich. Geschäfte, Schulen und Kitas bleiben geöffnet.

Max Seidenfaden

Spahn: Ab November digitale Einreiseanmeldungen in Deutschland

14:14
30.10.2020
 Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sollen in Deutschland laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im November digitale Einreiseanmeldungen eingeführt werden. „Wir werden jetzt in Deutschland im November endlich beginnen mit der digitalen Einreiseanmeldung“, sagte Spahn am Freitag nach einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister. Bisher habe es für Reisende aus Risikogebieten Papieraussteigekarten im Flugverkehr gegeben.

Die EU-Gesundheitskommissarion Stella Kyriakides sagte dazu, dass es bisher in elf EU-Staaten solche digitalen Formate gebe. Diese sind auch unter dem englischen Namen Passenger Locator Form (PLF) bekannt und sollen helfen, Infektionsketten nachzuverfolgen. Auf die Kritik, weshalb die Einführung in Deutschland so lange dauere, entgegnete Spahn, es brauche Zeit, alle 27 EU-Staaten auf eine Linie zu bekommen, und es sei auch eine technische Herausforderung. Es sei „herausfordernde“ gewesen, alle 27 Mitgliedsstaaten zu einem gemeinsam Rahmen zu bringen, was Reisen, Testen beim Reisen, das Definieren von Risikogebieten und Quarantäneregelungen angehe.

Max Seidenfaden