Letztes Update:
20201030113656

Frankreich verhängt wieder Ausgangsbeschränkungen

11:13
30.10.2020
Im Kampf gegen die Corona-Epidemie gelten in Frankreich weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Die neuen Maßnahmen traten am Freitag (00.00 Uhr) in Kraft - sie sind zunächst bis zum 1. Dezember befristet.

Bürger dürfen sich nicht mehr ohne Weiteres frei bewegen. Menschen können zwar auf die Straße gehen, wenn sie arbeiten, wichtige Einkäufe erledigen, einen Arzt aufsuchen oder frische Luft schnappen wollen - müssen dafür dann aber eine Bescheinigung ausfüllen. Sport ist eine Stunde pro Tag in einem Umkreis von einem Kilometer vom Wohnort erlaubt.

Staatschef Emmanuel Macron hatte die Beschränkungen am Mittwoch angekündigt. Der 42-Jährige will das Land mit seinen 67 Millionen Menschen aber nicht so weit lahmlegen wie noch während des Lockdowns im Frühjahr. Die Wirtschaft soll so weit wie möglich weiterlaufen; die Menschen sollen arbeiten, aber möglichst von zu Hause aus. Anders als im Frühjahr bleiben die Schulen geöffnet. Bars, Restaurants und „nicht unentbehrliche Geschäfte“ müssen jedoch schließen.

Jan-Felix Jasch

Corona-Effekt? Ältere Menschen mehr im Netz unterwegs

10:51
30.10.2020
Möglicherweise auch in Folge der Corona-Krise sind ältere Menschen in Deutschland deutlich mehr im Internet aktiv als noch vor zwei Jahren. Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos zufolge nutzt mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Menschen ab 65 Jahren mindestens einmal wöchentlich soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter – 2018 waren das noch 41 Prozent.

Auch bei Internettelefonie-Diensten wie Skype ist ein Zuwachs zu beobachten: Sie nutzt jeder oder jede Fünfte (20 Prozent) mindestens einmal wöchentlich (2018: 15 Prozent), um mit Verwandten oder auch Bekannten zu telefonieren. E-Mails schreiben rund sieben von zehn Befragten (72 Prozent) regelmäßig (2018 waren es 66 Prozent).

Die Befragung im Auftrag der Korian-Stiftung fand im Sommer 2020 statt, nachdem die ersten massiven Beschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie bereits wieder gelockert waren. Zu dem Zeitpunkt gaben rund vier von fünf Befragten (79 Prozent) an, dass sie eher gut bis sehr gut im Anbetracht ihres Alters zurechtkämen – das waren mehr als vor zwei Jahren (2018: 75 Prozent).

Jan-Felix Jasch