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Weitere Städte sagen Weihnachtsmärkte ab

13:20
29.10.2020
 Angesichts der Corona-Pandemie haben weitere Städte in Deutschland ihre Weihnachtsmärkte abgesagt. So fällt der übliche Budenzauber nun beispielsweise auch in Stuttgart und Koblenz aus. „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber die aktuelle Infektionslage lässt das Beisammensein auf engem Raum nicht zu“, teilte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Donnerstag mit.

Alternativ sollen in der Stuttgarter Innenstadt verteilt einzelne Verkaufsstände „in beschränkter Zahl“ zugelassen werden, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Imbiss- und Getränkestände seien dabei nicht erlaubt, lediglich Buden mit weihnachtlichen Angeboten oder Süßwarenhändler, die Waren zum Mitnehmen anbieten.

Schon vorher hatten viele Städte ihre Weihnachtsmärkte abgesagt, darunter auch Nürnberg mit dem weltberühmten Christkindlesmarkt. Andere Städte hielten dagegen vorerst an ihren Plänen fest. In Bremen wurde am Mittwochabend der Weihnachtsmarkt abgesagt.

Max Seidenfaden

Teil-Lockdown: Linke warnt vor sozialen Folgen

13:12
29.10.2020
Die Linke im Bundestag hat mit Blick auf den geplanten Teil-Lockdown ab Montag vor den sozialen Folgen gewarnt. „Wichtig für die Akzeptanz der Maßnahmen ist eben auch, dass sie sozial abgefedert sind, dass dadurch niemand in eine Notlage gerät“, sagte Fraktionschefin Amira Mohamed Ali am Donnerstag in der Debatte nach einer Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur geplanten Verschärfung der Corona-Maßnahmen.

Das habe die Politik der Regierung im ersten Lockdown im Frühjahr nicht sichergestellt. „Stattdessen ist die Schere zwischen Arm und Reich noch einmal kräftig auseinandergegangen und genau das droht sich jetzt zu verschärfen.“ Die Einkommenseinbußen für die Menschen mit Kurzarbeit seien existenzbedrohend. Insgesamt hätten viele Menschen in Deutschland Sorge um den Arbeitsplatz und die Zukunft.

Maria Sandig

Drei Corona-Fälle im Deutschland-Achter

12:10
29.10.2020
Im Deutschland-Achter sind drei Ruderer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Dortmunder Stützpunkt am Donnerstag mitteilte, geht es den namentlich nicht genannten Crew-Mitgliedern gut. Sie befinden sich in häuslicher Isolation.

Mittlerweile wurden alle weiteren Sportler, Trainer und Betreuer getestet. Nach negativem Ergebnis kehrten sie zurück ins Ruderleistungszentrum. Trainiert wird unter verschärften Hygienebedingungen in zeitlich und räumlich voneinander getrennten Kleingruppen. Alle Beteiligten gehen derzeit davon aus, dass sich daran trotz der neuen politischen Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Krise nichts ändert.

Bei den Ruderern beginnt nach einer kurzen Pause die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokio. Beim einzigen internationalen Wettkampf des Jahres hatte der Achter am 11. Oktober seinen EM-Titel in Posen erfolgreich verteidigt.

Sarah Haferkamp

Göring-Eckardt: Eingriffe auf solide gesetzgeberische Füße stellen

12:10
29.10.2020
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat kritisiert, dass die erneuten Einschränkungen in der Corona-Krise ohne Mitwirkung des Bundestags beschlossen wurden. „Es macht keinen Sinn, dass dieses Parlament nach den Entscheidungen gestern hier debattiert“, sagte Göring-Eckardt am Donnerstag im Bundestag. „Es ist gut, dass wir Argumente austauschen, aber die Beschlüsse gehören hier her.“ Bundestag und Bundesrat müssten gemeinsam entscheiden. Die tief in unseren Alltag eingreifenden Beschränkungen gehörten „endlich auf solide gesetzgeberische Füße gestellt“.

Göring-Eckardt kritisierte, die Bundesregierung habe im Sommer scheinbar „irgendwie vergessen“, dass es das Coronavirus gebe. Das habe Vertrauen gekostet und zu Verunsicherung und Existenzängsten geführt. „Es kostet Begegnungen“, sagte sie. „So ist aus der Infektionskrise eben auch eine Vertrauenskrise geworden, und die gilt es jetzt zu beheben.“

Es brauche jetzt eine Strategie für die nächsten Monate, besonders für den Schutz von Risikogruppen, forderte die Grünen-Fraktionschefin. 

Maria Sandig