Die Handball-Bundesliga (HBL) will ihre Nationalspieler nur bei einem entsprechenden Konzept zum bestmöglichen Corona-Schutz der Profis für Länderspiele abstellen. Mit Blick auf die Länderspielpause in der kommenden Woche fordert die Liga die Nationalverbände zu einer zeitnahen Vorlegung eines solchen Konzepts auf. „Es drängt“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.
„Wie reisen die Spieler an und ab, wo übernachten sie, gibt es ein entsprechendes Hygienekonzept für die Spiele? Außerdem wollen wir, dass von den Verbänden nur PCR-Tests durchgeführt werden“, sagte der 55-Jährige nach einer Konferenz mit den Clubchefs. „Unsere Forderungen müssen da erfüllt werden. Bei allem Verständnis für die Solidarität geht da die Gesundheit des Spielers vor, und die könnten wir sonst nicht garantieren.“
Von einigen Verbänden wie dem Deutschen Handballbund (DHB) liege ein entsprechendes Konzept bereits vor. Andere Verbände dagegen sehen laut Bohmann keine Veranlassung, mit der HBL zu sprechen. „Das werden wir aber von jedem verlangen, sonst werden die Spieler nicht abgestellt.“ Außerdem müsse sichergestellt werden, dass die Spieler nach ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne müssen. Dazu befinde man sich mit den Regierungsverantwortlichen der 16 Bundesländer in Gesprächen.