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HBL stellt Bedingungen für Abstellung von Handball-Nationalspielern

13:32
28.10.2020
Die Handball-Bundesliga (HBL) will ihre Nationalspieler nur bei einem entsprechenden Konzept zum bestmöglichen Corona-Schutz der Profis für Länderspiele abstellen. Mit Blick auf die Länderspielpause in der kommenden Woche fordert die Liga die Nationalverbände zu einer zeitnahen Vorlegung eines solchen Konzepts auf. „Es drängt“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

„Wie reisen die Spieler an und ab, wo übernachten sie, gibt es ein entsprechendes Hygienekonzept für die Spiele? Außerdem wollen wir, dass von den Verbänden nur PCR-Tests durchgeführt werden“, sagte der 55-Jährige nach einer Konferenz mit den Clubchefs. „Unsere Forderungen müssen da erfüllt werden. Bei allem Verständnis für die Solidarität geht da die Gesundheit des Spielers vor, und die könnten wir sonst nicht garantieren.“

Von einigen Verbänden wie dem Deutschen Handballbund (DHB) liege ein entsprechendes Konzept bereits vor. Andere Verbände dagegen sehen laut Bohmann keine Veranlassung, mit der HBL zu sprechen. „Das werden wir aber von jedem verlangen, sonst werden die Spieler nicht abgestellt.“ Außerdem müsse sichergestellt werden, dass die Spieler nach ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne müssen. Dazu befinde man sich mit den Regierungsverantwortlichen der 16 Bundesländer in Gesprächen.

Max Seidenfaden

Zahl der Schwerpunktpraxen für Corona-Tests steigt

13:12
28.10.2020
Angesichts massiv steigender Corona-Infektionszahlen hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen die Zahl der Schwerpunktpraxen für die Tests deutlich ausgeweitet. Mittlerweile seien landesweit knapp 400 Praxen eingerichtet, die sich in Extraräumen schwerpunktmäßig um die Abstriche kümmern, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung am Mittwoch.

Vor einer Woche waren es noch rund 230. Nach Einschätzung des stellvertretenden Landesvorsitzenden des Hausärzteverbandes, Jens Wagenknecht, sind vor allem niedergelassene Ärzte in besonders betroffenen Landkreisen dennoch teils am Limit.

Denn die Infektpraxen seien teils weit entfernt, so dass Mediziner, die selbst keine Abstriche machen, ihre Patienten zu Ärzten in der Nähe schickten, erklärte Wagenknecht. Die größte Belastung bringe aber der bürokratische Aufwand rund um die Tests, zusammen mit Fragen der Abrechnung.

Nach Angaben des Sprechers der Kassenärztlichen Vereinigung hat die Zahl der Tests zugenommen, es sei aber „leistbar“. Ein Problem sei eher der Wunsch vieler Menschen, auch ohne Symptome getestet zu werden. 

Maria Sandig

Cyberkriminelle greifen Webseite des RKI an

12:54
28.10.2020
Cyberkriminelle haben am vergangenen Donnerstag die Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) zeitweise lahmgelegt. Der Angriff sei morgens zwischen 8 und 10 Uhr erfolgt, sagte ein Sprecher des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund). Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. 

Die Berliner Polizei wurde nach der Cyberattacke nicht eingeschaltet. Das Institut habe keine Strafanzeige erstattet, sagte eine Sprecherin der Polizei am Mittwoch.

Wer hinter der Attacke steckt, sei bisher nicht bekannt und werde noch untersucht, heißt es vom ITZBund. Der staatliche IT-Dienstleister betreibt die Webseite des RKI.

Das RKI ist die deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und steht seit Monaten im Kontext der Corona-Pandemie im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Das sogenannte Dashboard, in dem aktuelle Zahlen zum Pandemiegeschehen gesammelt und angezeigt werden, war von dem Angriff nicht betroffen, da es auf einer anderen Webseite gehostet wird. Auch Funktionen der Corona-Warn-App waren durch den Angriff nicht betroffen. Die Angreifer seien auch nicht in das Netz des RKI eingedrungen.

Maria Sandig