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Köln will mit Alkoholverbot Karnevalstouristen abschrecken

15:22
27.10.2020
Der 11.11. soll dieses Jahr in Köln ein Tag wie jeder andere sein. Alkohol auf der Straße wird im gesamten Stadtgebiet verboten. Nur eine Fernsehübertragung soll daran erinnern, dass dieser Tag eigentlich eben doch ein ganz besonderer ist.

Köln (dpa) - Mit einem ganztägigen Alkoholverbot außerhalb von Gaststätten will Köln am 11.11. Karnevalstouristen abschrecken. Die Corona-Pandemie mache das Feiern zum traditionellen Start in die neue Karnevalssaison dieses Jahr unmöglich, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Dienstag.

„Deswegen werden wir neben den bereits bestehenden Kontaktbeschränkungen und Sperrzeiten zusätzlich am 11.11. ganztägig und auf dem gesamten Stadtgebiet ein Alkoholkonsumverbot und ein Alkoholverkaufsverbot außerhalb von Gaststätten erlassen“, kündigte die parteilose Politikerin an. Das Verbot beziehe sich auf Straßen, nicht auf Privatwohnungen, stellte ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage klar.

Reker appellierte in einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus an alle Bürgerinnen und Bürger: „Wir alle müssen auf das Feiern am 11.11. verzichten. Diesmal wird nicht gefeiert, diesmal wird nicht gesungen, diesmal wird nicht geschunkelt, diesmal wird nicht getanzt. Diesmal gibt es keinen 11.11. Es ist in diesem Jahr nur ein Tag im Kalender wie jeder andere auch.“

Patrick Reichelt

Holzminden noch fast weißer Fleck in Corona-Pandemie

14:55
27.10.2020
Während die Corona-Infektionenszahlen bundesweit in den meisten Kommunen explodieren, bleiben sie im südniedersächsischen Landkreis Holzminden verschwindend gering. „Hauptsächlich liegt das daran, dass die Disziplin der Bürger groß ist“, sagte Landrat Michael Schünemann (parteilos) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist auch überschaubarer.“

Mit nur rund 70 000 Einwohnern gehört der Landkreis Holzminden zu den bevölkerungsärmsten bundesweit. Möglicherweise sei die soziale Kontrolle auf dem Land größer - man schaue, was die Nachbarn machen, erklärte Schünemann. Zudem sei das Gesundheitsamt seit dem Frühjahr viel unterwegs und berate. „Wenn, dann hatten wir nur Einzelfälle, die wir gleich isolieren konnten.“

Seit Beginn der Pandemie verzeichnete der Landkreis Holzminden nach Daten des Landesgesundheitsamtes insgesamt 147 Corona-Fälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag am Dienstag bei 4,3 - und gehört damit bundesweit zu den niedrigsten Werten.

Patrick Reichelt

Strenge Auflagen: Städte bereiten sich auf Weihnachtsmärkte vor

14:25
27.10.2020
Viele deutsche Städte bereiten sich trotz Corona-Pandemie und steigender Infektionszahlen auf die Weihnachtsmärkte vor. Um Besucher und Besucherinnen bestmöglich zu schützen, sind die Auflagen vielerorts streng. Während etwa in München oder Dresden der Markt räumlich entzerrt werden soll, planen die Veranstalter am Berliner Breitscheidplatz Zugangskontrollen, um Menschenmassen zu vermeiden. In der Ruhrgebietsstadt Essen müssen Gäste an den Ständen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, in Leipzig sind gastronische Angebote wie Bratwurst- oder Glühweinstände sogar ganz verboten.

In anderen Städten wie Düsseldorf, Köln, Erfurt, Freiburg oder Frankfurt wurden viele Märkte hingegen bereits abgesagt - am Montag kam auch das Aus für den weltberühmten Christkindlesmarkt in Nürnberg. Auch der beliebte Berliner Weihnachtszauber am Gendarmenmarkt fällt der Pandemie zum Opfer. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Risiken seien angesichts steigender Neuinfektionen unkalkulierbar geworden, sagte ein Sprecher.

Jan-Felix Jasch