Letztes Update:
20201027135518

Umfrage: Mehrheit erwartet Lockdown

13:33
27.10.2020
Vor der neuen Bund-Länder-Runde zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie rechnen fast zwei Drittel der Deutschen damit, dass es wegen der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen wieder zu Schließungen von Geschäften, Restaurants oder Schulen kommen wird. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 63 Prozent, dass sie einen solchen Lockdown erwarten. Nur 23 Prozent glauben nicht daran, 13 Prozent machten keine Angaben.

Einer anderen Umfrage zufolge hält gut jeder zweite Deutsche die geltenden Auflagen zur Eindämmung der Pandemie für angemessen. 51 Prozent der Befragten sind im „Deutschlandtrend im ARD-Morgenmagazin“ dieser Ansicht. Das sind acht Prozentpunkte weniger als zu Monatsbeginn. Für 32 Prozent gehen die aktuell geltenden Einschränkungen nicht weit genug, ein Plus von 5 Prozentpunkten. 15 Prozent halten die derzeitigen Auflagen hingegen für zu weitgehend, das sind vier Prozentpunkte mehr als Anfang Oktober.

Jan-Felix Jasch

„Steile Lernkurve“ - Digitalisierung in Corona-Zeiten

12:53
27.10.2020
Viele Menschen leben seit der Corona-Krise viel digitaler. Sie halten Video-Konferenzen im Homeoffice, schauen Konzerte per Livestream von Zuhause oder treffen sich mit den Freundinnen im Video-Chat statt im Restaurant. Eine „steile Lernkurve“ hat die Corona-Pandemie nach Ansicht von Tine Nowak von der Museumsstiftung Post und Telekommunikation ausgelöst. „Wir mussten uns alle möglichst schnell digitalisieren.“ Zugleich sieht sie aber auch die Gefahr, dass dadurch mehr Ungleichheit entsteht.

Nowak ist Kuratorin der Ausstellung „#neuland“, die die Digitalisierung in unserem Alltag thematisiert. Am Mittwoch wird diese im Nürnberger Museum für Kommunikation eröffnet. Zuvor war sie im Frankfurter Schwestermuseum zu sehen. Für Nürnberg haben Nowak und ihre Kollegin Silke Zimmermann von der Münchner Nemetschek Stiftung die Schau aber um die digitalen Phänomene der Corona-Pandemie erweitert - mit Exponaten wie Briefen, Paketen, Fotos und Masken, die Menschen auf einem Aufruf der Museumsstiftung eingereicht haben.

Jan-Felix Jasch