Angst, Stress und Symptome von Depressionen haben einer Studie zufolge in der ersten Phase des Corona-Lockdowns im Frühjahr deutlich zugenommen. Das geht aus einer Vorauswertung der sogenannten Nako-Gesundheitsstudie hervor, für die 113.000 Deutsche befragt wurden und über die die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete.
"Die psychische Belastung bei jungen bis mittelalten Menschen, zwischen 20 und Ende 40, war besonders groß", sagte der Studienleiter für neurologisch-psychiatrische Erkrankungen, Klaus Berger, dem Blatt. Frauen bis Ende 30 waren demnach am stärksten getroffen.
Teilweise hätten sich die Werte der Teilnehmer so verschlechtert, dass es sich laut den Nako-Zahlen um eine deutliche Zunahme von Depressionen handeln könnte, was jedoch im Einzelfall durch eine ärztliche Diagnose bestätigt werden müsse. In der Gruppe der über 60-Jährigen konnten die Forscher hingegen keine Zunahme von depressiven Symptomen feststellen.