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20201023114502

Gesundheitsämter in mehreren Städten wegen Corona überlastet

11:34
23.10.2020
Gesundheitsämter in mehreren deutschen Städten sind wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen überlastet. Sie könnten in einer ganzen Reihe von Städten nicht leisten, was anzustreben sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Sie könnten also nicht in jedem Fall die Kontakte der Betroffenen nachvollziehen. Auch in Teilen Berlins sei das zu erleben.

Seibert mahnte die Bevölkerung zu strenger Einhaltung des Infektionsschutzes: „Wir sind nicht machtlos, wir haben es in der Hand, diesen Trend zunächst einmal zu stoppen und umzukehren.“

Warnungen vor 20 000 Neuinfektionen pro Tag und einer außer Kontrolle geratenden Lage wollte sich die Bundesregierung nicht anschließen. Seibert wies darauf hin, „dass man die Sache sicher auch regional und lokal betrachten muss“.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hatte für den Fall eines weiteren Anstiegs gewarnt, bei 20 000 Neuinfektionen am Tag gerate die Lage außer Kontrolle. „Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Freitag). Die Gesundheitsämter hatten zuletzt 11 242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am frühen Freitagmorgen bekanntgab. Eine Woche zuvor waren es erst 7334.

Jan-Felix Jasch

Polen schließt alle Restaurants

11:30
23.10.2020
Polen schließt von Samstag an alle Restaurants und verbietet Versammlungen mit mehr als fünf Personen. Das Land müsse die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitag zur Begründung. Derweil meldeten die Behörden 13 632 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden - die höchste Zahl an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Gezählt wurden 153 neue Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 4172.

Jan-Felix Jasch