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20201023104745

Regeländerung in Corona-Krise: Kein Absteiger aus der DEL

10:25
23.10.2020
Aufgrund der Coronavirus-Krise wird es wie erwartet in der Saison 2020/21 keinen Absteiger aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geben. Der Meister der 2. Liga kann aber aufsteigen. Darauf haben sich die DEL und die DEL2 geeinigt, ohne dass bereits ein Starttermin für die Spielzeit in der höchsten deutschen Eishockey-Liga feststeht. Diese Änderung sei aufgrund der „Unwägbarkeiten und den wirtschaftlichen Schwierigkeiten“ getroffen worden, teilten die Ligen am Freitag mit.

Die Auf- und Abstiegsregelung war nach Jahren ohne eine Verzahnung der beiden Ligen zu dieser Saison wieder eingeführt worden. „Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass der gemeinsame Vertrag zur Wiedereinführung des sportlichen Auf- und Abstiegs weder gefährdet noch insgesamt infrage gestellt werden soll“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. „Diese Ergänzungsvereinbarung soll für alle Beteiligten Rechtssicherheit aufgrund der unvorhersehbaren Risiken wegen coronabedingten Anpassungen der Saison 2020/2021 schaffen.“

Jan-Felix Jasch

Tschechiens Gesundheitsminister muss nach Corona-Fehlverhalten gehen

10:00
23.10.2020
Tschechien verliert auf einem Höhepunkt der Corona-Krise seinen Gesundheitsminister. Regierungschef Andrej Babis sagte am Freitag, er habe den 56 Jahre alten Roman Prymula gebeten, seinen Rücktritt einzureichen. Tue er das nicht, werde er entlassen. Das Fehlverhalten des Ministers sei „unentschuldbar“.

Dem Gesundheitsminister wird vorgeworfen, seine eigenen drastischen Corona-Vorschriften verletzt zu haben. Die Zeitung „Blesk“ fotografierte den Politiker und Epidemiologen, wie er abends ein Luxusrestaurant verlässt und dabei keine Maske trägt. Dabei sind seit anderthalb Wochen alle Restaurants geschlossen.

Prymula hatte sich mit dem Fraktionsvorsitzenden der populistischen Regierungspartei ANO, Jaroslav Faltynek, getroffen. Dieser erklärte, man habe „Dinge bei einem Kaffee besprochen“. Babis forderte den 58-Jährigen zum Rücktritt als Parteivize auf. Sowohl die Opposition als auch der sozialdemokratische Koalitionspartner CSSD hatten wegen der Affäre personelle Konsequenzen gefordert.

Jan-Felix Jasch

Umfrage: Fast ein Drittel für härtere Corona-Maßnahmen

09:58
23.10.2020
Fast ein Drittel der Deutschen spricht sich einer Umfrage zufolge für noch härtere Corona-Maßnahmen aus. 30 Prozent der Befragten gehen die bestehenden Maßnahmen nicht weit genug, wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer hervorgeht. 54 Prozent halten die Maßnahmen demnach für genau richtig, 14 Prozent für übertrieben. Im September waren nur 18 Prozent und im Oktober 23 Prozent für härtere Regelungen gewesen - obwohl diese seitdem vielerorts verschärft wurden.

Die einzelnen Maßnahmen finden überwiegend große Zustimmung: 87 Prozent der Befragten hielten die Ausweitung der Maskenpflicht für richtig. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern und Treffen in der Öffentlichkeit fand eine Zustimmung von 86 beziehungsweise 79 Prozent. Dass Bars und Restaurants vielerorts früher schließen müssen, fanden dagegen nur 54 Prozent richtig.

Unabhängig von der Notwendigkeit empfinden verhältnismäßig viele Menschen die Einschränkungen bei Treffen mit Freunden und Familie als störend (33 Prozent der Befragten). Dahinter folgen Einschränkungen bei Kultur- und Sportveranstaltungen (24 Prozent) und beim Reisen (19 Prozent).

Jan-Felix Jasch