Letztes Update:
20201022040341

Erstmals mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

04:00
22.10.2020
Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

Jan-Felix Jasch

Kapitel

Mittwoch, 21. Oktober

Das war am Mittwoch, 21. Oktober, wichtig

20:15
21.10.2020
Bremen und Niedersachsen:
  • Der Inzidenzwert in Bremen ist am Mittwoch auf 100 gestiegen, wie die Gesundheitsbehörde mitteilt.
  • Osnabrück steht kurz davor, den kritischen Wert von 50 Corona-Neuninfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen zu überschreiten. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes lag der Wert der kreisfreien Stadt bei 49.
Deutschland und die Welt:
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Wie das Gesundheitsministerium in Berlin mitteilte, ist er am frühen Mittwochnachmittag positiv auf das Virus getestet worden. Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, hieß es in der Mitteilung.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland habennach Angaben des Robert-Koch-Instituts 7595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch.
  • Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden. Die Bundesregierung hat der Nato Unterstützung für deren Notfallplan „Allied Hand“ zugesagt.

Jan-Felix Jasch

Brasilien: Teilnehmer an Corona-Impfstoff-Studie gestorben

19:00
21.10.2020
Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Dies bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Zuvor hatten brasilianische Medien darüber berichtet. Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Nach eigenen Angaben war die Anvisa bereits am Montag darüber informiert worden. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen. Der Fall werde derzeit geprüft, Daten über Freiwillige müssten vertraulich behandelt werden.


Dem Fernsehsender „CNN Brasil“ zufolge handelt es sich bei dem Toten um einen 28 Jahre alten Mann aus Rio de Janeiro, der wegen Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sei. Die brasilianische Zeitung „O Globo“ berichtete dagegen unter Berufung auf Quellen, die aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden wollten, dass der betreffende Freiwillige nicht den Impfstoff, sondern ein Placebo bekommen habe. Offiziell äußerten sich zu dieser Frage zunächst weder das Labor noch die Testzentren oder die Anvisa.

Michael Rabba