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20201021111228

Bund gibt 30 Millionen Euro für private Theater

10:49
21.10.2020
Der Bund unterstützt die unter der Corona-Krise leidenden privaten Theater mit bis zu 30 Millionen Euro. Dazu kündigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) das Programm „Neustart Kultur“ an, das den mehr als 200 Bühnen helfen soll. Gefördert werden laut der Mitteilung bis zu 80 Prozent der Ausgaben für das künstlerische Personal in der Spielzeit 2020/2021. Der Zuschuss könne maximal 140 000 Euro betragen. „Wir wollen alles tun, damit die deutschen Privattheater diese schwierige Zeit überstehen“, erklärte Grütters am Mittwoch.

Zuvor hatte die „Rheinische Post“ über das mit dem Deutschen Bühnenverein entwickelte Programm berichtet. Die deutschen Theater haben nach der Corona-Zwangspause zwar wieder den Betrieb aufgenommen, sie dürfen wie die Kinos aber wegen der Infektionsgefahr nicht in vollen Häusern spielen.

Grütters betonte, mit ihrer Kreativität und ihrem Unternehmergeist hätten die deutschen Privattheater herausragende Bedeutung für das Kulturleben in Deutschland. „Viele von ihnen haben jetzt wieder mit dem Spielbetrieb begonnen, müssen aber wegen der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln erhebliche Einnahmeausfälle hinnehmen.“

Jan-Felix Jasch

Corona-Neuinfektionen in Österreich in Rekordhöhe: 1958 Fälle

10:22
21.10.2020
Österreich hat einen Rekordtageswert an nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen registriert. 1958 Ansteckungen binnen 24 Stunden meldete am Mittwoch das Gesundheits- und Innenministerium in Wien. Der bisherige Höchststand war nur wenige Tage zuvor am Samstag mit 1747 neuen Fällen verzeichnet worden. Verglichen mit Deutschland zählt das Neun-Millionen-Einwohner-Land Österreich damit pro Kopf etwas mehr als doppelt so viele Neuinfektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten stieg seit dem Vortag um 71 auf 960 Menschen. 147 von ihnen liegen auf der Intensivstation.

Jan-Felix Jasch

Geld und Punkte weg: Corona-Posse in Bremerhaven

09:40
21.10.2020
Die Corona-Pandemie und ihre Folgen haben den früheren Fußball-Zweitligisten OSC Bremerhaven auf besonders bizarre Weise getroffen. Eigentlich wollte der Club am vergangenen Wochenende nicht zu seinem Spiel in der fünftklassigen Bremen-Liga antreten, weil der Gegner Blumenthaler SV aus dem Risikogebiet Bremen kommt. Doch der Antrag auf eine Verlegung der Partie wurde abgelehnt, stattdessen einigten sich der Bremer Fußball-Verband und die Vereine auf einen Kompromiss: Das Spiel findet statt und beide Teams sowie ihre Betreuer werden auf Kosten des OSC auf das Coronavirus getestet.

Die Folgen aus Bremerhavener Sicht: Das Spiel ging mit 1:2 verloren, zwei Blumenthaler wurden positiv getestet - und alle eingesetzten Spieler dieser Partie wurden vom zuständigen Gesundheitsamt in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt.

„Wir erwarten ein entsprechendes Entgegenkommen des Bremer Verbands, eine Übernahme der entstandenen Testkosten und Rücknahme von bereits erteilten Strafbescheiden“, schrieb der OSC-Trainer Björn Böning auf der Facebook-Seite des Vereins. Bereits am vorangegangenen Wochenende waren die Bremerhavener aus Gründen der Infektionsgefahr nicht zu ihrem Auswärtsspiel bei Vatan Sport Bremen angetreten. Nun sei „endgültig bestätigt, dass unsere Sorgen bezüglich der Austragung von Punktspielen zwischen Mannschaften aus Bremerhaven und Bremen (Risikogebiet) begründet sind“, schrieb Böning.

Jan-Felix Jasch