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20201017091021

Brinkhaus fordert bundeseinheitliche Linie bei Corona-Beschränkungen

08:17
17.10.2020
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat im Kampf gegen die in die Höhe schnellenden Corona-Infektionszahlen eine bundeseinheitliche Linie gefordert. „Alles andere ruft momentan nicht nur große Irritation in der Bevölkerung hervor - es behindert ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen gegen Corona“, schrieb der CDU-Politiker in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Brief an die Abgeordneten von CDU und CSU.

Brinkhaus schrieb, grundsätzlich bleibe es bei der Linie, dass die Unionsparteien auf Eigenverantwortung und Vernunft setzen würden. Ganz besonders gelte das während einer Pandemie. Was nicht unbedingt notwendig sei - jede Feier, jede Reise - solle vermieden werden.

Der Fraktionschef betonte zugleich, auch wenn die Exekutive in solchen Krisen „oftmals das Prä hat, müssen wir für mehr Transparenz sorgen, um den Rückhalt in der Bevölkerung zu stärken“. Die von ihm vorgeschlagene Debatte im Bundestag sei deshalb der richtige Ort, „um die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung öffentlich zu diskutieren und auch über den Nachsteuerungsbedarf zu sprechen“. Brinkhaus will dies in der nächsten Plenarwoche tun, die am 26. Oktober beginnt.

Max Seidenfaden

BVB-Chef Watzke warnt: Bei manch einem könnten die Lichter ausgehen

07:49
17.10.2020
Durch die sich wieder zuspitzende Coronavirus-Pandemie gibt es in der Fußball-Bundesliga neue Existenzsorgen. „Es ist klar, dass das in dieser Form wirtschaftlich nicht mehr ewig gut gehen kann. Bezogen auf den Fußball denke ich, dass wir diese Saison hinbekommen – zumindest der große Teil der Vereine, wenn es denn keine Unterbrechungen mehr gibt“, sagte Hans-Joachim Watzke, der Chef von Borussia Dortmund, der „Bild“. Der 61-Jährige warnt: „Sollte es noch mal eine große Unterbrechung geben, dann könnten bei manch einem die Lichter ausgehen.“ Dortmund spielt am Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim, 6030 Zuschauer sind erlaubt. Wachsende Corona-Infektionszahlen in allen Teilen Deutschlands führen zu einer drastischen Reduzierung der Zuschauerzahlen.

Max Seidenfaden

Gesundheitsstadtrat: Berlin-Neukölln ist „im absoluten Krisenmodus“

07:14
17.10.2020
Der Gesundheitsstadtrat des Corona-Hotspots im Berliner Stadtteil Neukölln hält eine Eindämmung des Virus wie im Sommer in seinem Bezirk für nicht mehr möglich. „Daran, dass wir das wieder einfangen können wie Mitte des Jahres, glaube ich nicht mehr“, sagte der CDU-Politiker Falko Liecke der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind im absoluten Krisenmodus.“ Neukölln hat bundesweit die meisten Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen. Bereits im Sommer kämpfte der Bezirk mit mehreren Corona-Ausbrüchen.

Es müsse nun vor allem darum gehen, Risikogruppen wie Senioren und chronisch Kranke zu schützen - zum Beispiel, indem Besuchsmöglichkeiten in Alten- und Pflegeheimen eingeschränkt werden und Personal dort regelmäßig getestet wird, sagte Liecke. Nur eine Erklärung, warum ausgerechnet in Neukölln die Fallzahlen so „durch die Decke“ gegangen seien, gibt es Liecke zufolge nicht. Er vermute aber einen Zusammenhang mit der Bevölkerungszusammensetzung: Er verwies etwa auf eine große Zahl spaßorientierter, internationaler junger Leute, aber auch auf bildungsferne Gruppen und Menschen mit Sprachbarrieren.

Max Seidenfaden