Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat im Kampf gegen die in die Höhe schnellenden Corona-Infektionszahlen eine bundeseinheitliche Linie gefordert. „Alles andere ruft momentan nicht nur große Irritation in der Bevölkerung hervor - es behindert ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen gegen Corona“, schrieb der CDU-Politiker in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Brief an die Abgeordneten von CDU und CSU.
Brinkhaus schrieb, grundsätzlich bleibe es bei der Linie, dass die Unionsparteien auf Eigenverantwortung und Vernunft setzen würden. Ganz besonders gelte das während einer Pandemie. Was nicht unbedingt notwendig sei - jede Feier, jede Reise - solle vermieden werden.
Der Fraktionschef betonte zugleich, auch wenn die Exekutive in solchen Krisen „oftmals das Prä hat, müssen wir für mehr Transparenz sorgen, um den Rückhalt in der Bevölkerung zu stärken“. Die von ihm vorgeschlagene Debatte im Bundestag sei deshalb der richtige Ort, „um die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung öffentlich zu diskutieren und auch über den Nachsteuerungsbedarf zu sprechen“. Brinkhaus will dies in der nächsten Plenarwoche tun, die am 26. Oktober beginnt.