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20201015150304

Gesundheitsministerin nennt Corona-Entwicklung „besorgniserregend“

14:40
15.10.2020
Gesundheitsministerin Carola Reimann sieht die Zunahme der Corona-Fälle in Niedersachsen mit Sorge. Mittlerweile gebe es ähnlich viele akut Infizierte im Land wie im April „auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Auch wenn wir heute deutlich mehr testen als seinerzeit, ist diese sehr dynamische Entwicklung der Infektionszahlen besorgniserregend. Es steht zu befürchten, dass wir erneut in eine Phase des exponentiellen Wachstums eintreten, wenn wir jetzt nicht konsequent gegensteuern.“

Neben der Politik sei nun jeder Einzelne gefordert, mit seinem Verhalten dazu beizutragen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet. „Halten Sie sich immer und überall an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln und tragen Sie Ihre Mund-Nasen-Bedeckung, wenn es eng wird“, sagte Reimann. „Beschränken Sie außerdem die Zahl Ihrer persönlichen Kontakte so weit es geht und verzichten Sie möglichst auf Reisen.“

Max Seidenfaden

Dehoga erleichtert über Ende des Beherbergungsverbots

14:13
15.10.2020
Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Niedersachsen hat mit Erleichterung auf die Aussetzung des Beherbergungsverbots für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots reagiert. „Wir hoffen, dass die Hotellerie die restlichen Urlaubstage noch einfahren kann“, sagte Hauptgeschäftsführer Rainer Balke am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings habe die Verordnung der Landesregierung bei vielen Reisewilligen zu Verunsicherung geführt. „Der Schaden ist definitiv entstanden“, sagte Balke. „Ob das noch kompensiert werden kann, wissen wir nicht.“

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatte das Beherbergungsverbot kurz zuvor in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt. Hotels und Pensionen müssen sich demnach mit sofortiger Wirkung nicht mehr an die Vorgaben halten. Geklagt hatte der Betreiber eines Ferienparks.

Jan-Felix Jasch

Handwerk kritisiert Beherbergungsverbot

13:52
15.10.2020
Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat kritisiert, dass sich Bund und Länder nicht auf eine Aufhebung des Beherbergungsverbots für Urlauber aus deutschen Corona-Risikogebieten geeinigt haben. Er sprach am Donnerstag von einem „intransparenten“ und im Einzelnen vor Ort kaum umsetzbaren Instrument. Es berge die Gefahr in sich, die notwendige breite Zustimmung der Bevölkerung zu den Maßnahmen massiv zu schwächen.

Bund und Länder hatten bei ihren Corona-Beratungen keinen einheitlichen Kurs zu den Beherbergungsverboten gefunden. Bis zum 8. November soll die Maßnahme auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Wollseifer erklärte, die Betriebe bräuchten Planungssicherheit, damit sie sich im Rahmen der gegebenen Umstände bestmöglich wirtschaftlich betätigen könnten. „Sie müssen sich dabei auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, anstatt sich zeitraubend mit der Recherche nach für sie gültigen Regeln zu befassen.“

Die konkret angekündigten Schritte von Bund und Länder zur Eindämmung des Infektionsgeschehenes lägen zurecht weiterhin überwiegend im privaten Bereich. So soll in Corona-Hotspots die Maskenpflicht ausgeweitet werden, die Gästezahl bei privaten Feiern weiter begrenzt und eine Sperrstunde für die Gastronomie eingeführt werden.

Der Präsident des Zentralverband des Deutschen Handwerks begrüßte Pläne von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Hilfsmaßnahmen des Bundes für betroffene Wirtschaftsbereiche und Betriebe zu verlängern.

Max Seidenfaden