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Borussia Mönchengladbach droht am Samstag Spiel vor leeren Rängen

13:05
15.10.2020
 Borussia Mönchengladbach droht im zweiten Heimspiel der Bundesligasaison gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (20.30 Uhr/DAZN) eine Partie ohne Zuschauer. „Derzeit deutet vieles daraufhin, dass Gesundheits- und Ordnungsamt der Stadt Mönchengladbach die ursprünglich erteilte Ausnahmegenehmigung für 20 Prozent der Gesamtkapazität an Zuschauern am Samstag widerrufen werden – in diesem Fall würde die Partie vor leeren Rängen ausgetragen werden müssen“, teilte der Club am Donnerstag mit.

Grund dafür sind die steigenden Corona-Zahlen. Am Donnerstag wurde der Grenzwert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner fast erreicht. Die Entscheidung, ob bei weiter steigenden Zahlen dann 300 Besucher oder gar keine zugelassen werden, soll am Freitag fallen. Im ersten Heimspiel gegen Union Berlin waren mehr als 10 000 Zuschauer im Borussia-Park.

Max Seidenfaden

Bayern beschließt erweiterte Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen

12:29
15.10.2020
Bayern geht bei den neuen Corona-Maßnahmen teils über den jüngsten gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern hinaus. In bayerischen Regionen mit hohen Corona-Zahlen gelten künftig Beschränkungen für private Kontakte. Schon bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen dürfen sich nur noch zwei Hausstände oder maximal zehn Personen treffen. Das beschloss das Landeskabinett am Donnerstag. Die Vereinbarung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht dies ab einem Neuinfektions-Wert von 50 vor. In Bayern dürfen sich ab diesem Wert nur noch zwei Hausstände oder maximal fünf Personen treffen.

In bayerischen Regionen mit hohen Corona-Zahlen gelten künftig strikte Sperrstunden in der Gastronomie. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen müssen Gaststätten um 23.00 Uhr schließen, zudem darf dann an Tankstellen kein Alkohol mehr verkauft werden, und es gilt dann ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 50 gelten die Sperrstunde und die beiden anderen Verbote schon ab 22.00 Uhr.

Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen in einer Region müssen zudem überall dort Masken getragen werden, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen - etwa in Fußgängerzonen, auf Marktplätzen, in allen öffentlichen Gebäuden, aber auch auf Begegnungs- und Verkehrsflächen wie etwa in Fahrstühlen und in Eingangsbereichen von Hochhäusern. Zudem gilt dann eine Maskenpflicht für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen sowie durchgängig auf Tagungen, Kongressen, Messen und in Kulturstätten.

Jan-Felix Jasch

Sperrstunde in Frankfurt wird bis Ende Oktober verlängert

12:20
15.10.2020
Angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen in Frankfurt wird die seit der vergangenen Woche geltende Sperrstunde um 23 Uhr bis Ende Oktober verlängert. Das hat der Verwaltungsstab der Stadt am Donnerstag beschlossen. Parallel zur Sperrstunde in Bars, Kneipen und Restaurants werde ein generelles Alkoholverkaufsverbot in der Zeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens eingeführt, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) nach der Sitzung des Krisenstabs.

Am Mittwoch noch hatte die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohnern an sieben aufeinanderfolgenden Tagen 70,9 betragen und war damit nicht mehr weit entfernt von der höchsten Warnstufe des Landes Hessen.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) kündigte an, dass für öffentliche Veranstaltungen eine Höchstgrenze von 100 Teilnehmern gelte - Ausnahmen seien möglich, wenn mit dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept abgestimmt werde. Im öffentlichen Raum werde eine Kontaktbeschränkung auf 10 Personen eingeführt. Auch für private Feiern gelte eine Höchstzahl von 10 Menschen, die aus höchstens zwei Hausständen stammen dürften. Profi-Sportveranstaltungen müssen nun ohne Zuschauer stattfinden.

Jan-Felix Jasch