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20201015072723

Spahn zu verschärften Corona-Maßnahmen: „Haben es selbst in der Hand“

06:14
15.10.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert an die Bevölkerung, die verschärften Corona-Schutzmaßnahmen wegen der sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen mitzutragen. „Wir haben es selbst in der Hand, diese Entwicklung zu stoppen“, sagte er am Donnerstagmorgen im Deutschlandfunk. Das Signal des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder, bei dem für Regionen mit hohen Infektionszahlen etwa Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum vereinbart wurden, sei wichtig. Es gebe ein gemeinsames Grundverständnis, das die Menschen nun aber auch unbedingt beibehalten müssten.

Spahn betonte, Ziel sei es, die Pandemie in eine zu bewältigende Größenordnung zu bringen, „damit Schule und Kita und Einzelhandel geöffnet bleiben können“. Gelinge dies, seien keine weiteren Verschärfungen oder gar ein zweiter Lockdown nötig, schätzte er. Das beschlossene Stufenmodell, wonach auch bei durchschnittlich 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen schon Einschränkungen etwa bei privaten Feiern gelten können, sei ein wichtiger Schritt nach vorn, sagte Spahn. „Es ist nicht nur die Großveranstaltung. Es ist auch das gesellige Zu-Hause-Sein.“

Max Seidenfaden

Chef der Australian Open fordert Lockerung der Quarantänepflicht

06:01
15.10.2020
Der Vorstandsvorsitzende der Australian Open, Craig Tiley, hat eine Lockerung der Quarantänepflicht für internationale Tennisspieler bei den Australien Open im Januar 2021 gefordert. Er rechne damit, dass die australische Regierung den Spielern Sondergenehmigungen erteile, damit sie sich gut und von der Öffentlichkeit isoliert auf das Turnier vorbereiten können. Das sagte Tiley der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag.

Er sei „absolut“ zuversichtlich, dass die Australian Open wie geplant vom 18. bis 31. Januar in Melbourne stattfinden werden, sagte Tiley. Derzeit müssen sich Einreisende für 14 Tage isolieren. Bei den US Open und den French Open hatte es für die Sportler Sonderregelungen gegeben.

Max Seidenfaden

Weil: Neue Corona-Beschlüsse bestätigen Kurs Niedersachsens

05:20
15.10.2020
Ministerpräsident Stephan Weil sieht den niedersächsischen Kurs in der Corona-Pandemie durch die Beschlüsse beim Bund-Länder-Gipfel bestätigt. Die vereinbarten Schritte bei steigenden Neuinfektionen seien in Niedersachsen bereits grundsätzlich Bestandteil des Handlungskonzeptes, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Donnerstag mit. „Die einzelnen Beschlüsse werden nun in Niedersachsen im Detail mit den Beteiligten zu beraten sein“, sagte der Sozialdemokrat.

Weil empfahl den Bürgern, auf nicht notwendige Reisen in besonders betroffene Gebiete zu verzichten. Er unterstrich auch die Rolle der Beschäftigten im Gesundheitssektor. Ihnen sei die vergleichsweise gute Pandemiebekämpfung in Niedersachsen und Deutschland zu verdanken. Weil sie teils an ihre Belastungsgrenze kämen, begrüße er die weitere Unterstützung der Behörden durch Bund und Länder.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf einheitliche Regeln für Städte und Regionen mit hohen Infektionszahlen verständigt. Dazu gehören eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie. Noch härtere Maßnahmen schließen sie nicht aus, sollte sich die Infektionslage in den kommenden zehn bis zwölf Tagen nicht bessern.

Max Seidenfaden