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20201011142718

Stuttgart mobilisiert Verwaltung und erbittet Hilfe der Bundeswehr

14:01
11.10.2020
Die Stadt Stuttgart mobilisiert zur Verfolgung von Kontaktpersonen im Zuge der Corona-Pandemie die ganze Stadtverwaltung. Zudem erbittet sie die Hilfe der Bundeswehr, wie Stefan Ehehalt, Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, am Sonntag mitteilte. „Die Zahlen steigen auf besorgniserregende Weise an, und zwar so stark, dass das Gesundheitsamt die für die Kontrolle der Pandemie so wichtige Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr gewährleisten kann“, so Ehehalt. Zuvor war in der Landeshauptstadt die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden ist, der Wert war am Samstagabend auf 50,5 gestiegen.

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sagte nach einer Telefonkonferenz zur Lagebesprechung: „Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen. Nur so können wir Schulen, Kitas, Wirtschaft und Handel offen halten. Nur so kann es gelingen, dass wieder alle Fälle durch das Gesundheitsamt nachvollzogen werden können.“

Max Seidenfaden

Ein weiterer Todesfall in Bremen

13:18
11.10.2020
Nach Angaben der Gesundheitsbehörde ist in Bremen ein weiterer Patient im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Bei dem Todesfall handelt es sich um eine Person aus einer Pflegeeinrichtung. Damit erhöht sich die Zahl der Gestorbenen auf 61. Die Neuinfektionen werden mit 23 angegeben, womit es insgesamt 3077 bestätigte Fälle in Bremen gibt. 2263 Menschen sind wieder genesen. 

Die 7-Tage Inzidenz liegt in Bremen laut Behörde bei 78,6 und in Bremerhaven bei 10,2 .

Patrick Reichelt

Hamburg verschärft Maskenpflicht - 150 Euro Bußgeld geplant

12:46
11.10.2020
Wegen der anhaltend hohen Zahl von Corona-Infektionen verschärft Hamburg die Maskenpflicht. Ab Montag muss in öffentlichen Gebäuden und in Gastronomiebetrieben grundsätzlich ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wie Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Samstag sagte. Auf öffentlichen Plätzen mit starkem Gedränge sowie auf Demonstrationen und Großveranstaltungen werde ebenfalls eine Maskenpflicht gelten.

Der Senat veröffentlichte eine Karte im Internet, auf der die betroffenen Straßen und Plätze markiert sind. Dazu zählen die Reeperbahn mit mehreren Seitenstraßen, die St.-Pauli-Landungsbrücken sowie das Schulterblatt im Schanzenviertel, der Ballindamm an der Binnenalster und der Steindamm mit Steintorplatz am Hauptbahnhof. Auch die Straße Mühlenkamp im Bezirk Nord ist betroffen.

Auch wer im Stehen auf diesen öffentlichen Plätzen essen, trinken oder rauchen wolle, dürfe den Mund-Nasen-Schutz nicht abnehmen, erklärte am Sonntag der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich. Gesichtsvisiere würden nicht mehr als Mund-Nasen-Schutz anerkannt, weil sie die Verbreitung des Virus über Aerosole nicht verhinderten.

Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht drohe ein Mindestbußgeld von 150 Euro, sagte Leonhard. Es könne aber je nach Situation auch nur eine Verwarnung ausgesprochen werden. Bislang gilt seit dem 10. September offiziell ein Bußgeld von 80 Euro. Der Bußgeldkatalog werde in Kürze verschärft, sagte Helfrich.

Patrick Reichelt