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20201008173545

Berliner Gesundheitssenatorin: Jetzt nicht die Zeit für Reisen

12:34
08.10.2020
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hält es nicht für sachgerecht, dass wegen Corona-Vorgaben bei innerdeutschen Urlaubsreisen nun womöglich viele Reisewillige getestet werden. „Wir dürfen die Testkapazitäten jetzt nicht für Reisewillige verschenken. Die Kapazitäten brauchen wir woanders“, sagte die SPD-Politikerin und Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz am Donnerstag im ARD-„Mittagsmagazin“.

Sie müssten vorrangig für Menschen mit Symptomen eingesetzt werden. „Aber auch in den Krankenhäusern und Pflegeheimen, da sind die Testkapazitäten gut aufgehoben“, so Kalayci. „Ich habe immer gesagt: Pandemiezeit ist weder Partyzeit noch Reisezeit. Deswegen finde ich, auch wenn die Regelungen bundesweit unterschiedlich sind: Es ist jetzt einfach nicht die Reisezeit.“

Max Seidenfaden

EU sichert sich Johnson&Johnson-Impfstoff für 200 Millionen Menschen

12:09
08.10.2020
Im Kampf gegen Corona hat sich die EU-Kommission Bezugsrechte für einen weiteren künftigen Impfstoff gesichert: Sie schloss einen Vertrag mit der belgischen Tochter von Johnson&Johnson über die mögliche Lieferung von Impfstoff für 200 Millionen Menschen. Vorgesehen sei zudem die Option auf Impfstoff für weitere 200 Millionen Personen, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit.

Die Kommission hat bereits ähnliche Verträge mit AstraZeneca und mit Sanofi-GSK geschlossen, die ebenfalls aussichtsreiche Impfstoff-Kandidaten testen. Bisher ist aber noch keiner dieser Stoffe zugelassen. Ein Kommissionssprecher wollte keine Prognose abgeben, wann die Mittel auf den Markt kommen. Man arbeite daran, so schnell wie möglich einen sicheren Impfstoff von hoher Qualität verfügbar zu haben, sagte er.

Die Abnahmeverträge mit Vorkasse sollen die Entwicklung und Massenproduktion der Impfstoffe beschleunigen. Sie sehen Kaufoptionen für die EU-Staaten vor, sobald die Impfstoffe zugelassen sind. Mit den Firmen Curevac, Biontech-Pfizer und Moderna habe man zudem erfolgreiche Sondierungsgespräche abgeschlossen, erklärte die Kommission weiter.

Max Seidenfaden