Letztes Update:
20201008090645

Weiterhin wenige Insolvenzen bei Unternehmen

08:25
08.10.2020
In der Corona-Krise bleibt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland überschaubar. Vor allem wegen der seit März ausgesetzten Antragspflicht meldeten sich auch im Juli weniger bedrohte Unternehmen bei den Amtsgerichten als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag berichtete. 1369 Insolvenzanträge bedeuteten im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 16,7 Prozent.

Allerdings beliefen sich die Forderungen der Gläubiger auf 3,9 Milliarden Euro nach 2,8 Milliarden Euro im Juli vergangenen Jahres. Die einzelnen Verfahren sind also deutlich größer geworden, es steht mehr Geld auf dem Spiel.

Unternehmen, die wegen der Corona-Krise in Bedrängnis geraten, sind derzeit nicht verpflichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen. Die Bundesregierung hat beschlossen, die zunächst bis Ende September geltende Sonderregelung bis Ende 2020 zu verlängern. Experten rechnen für die Zeit danach mit einer Pleitewelle.

Max Seidenfaden

Söder zu Corona-Lage: Einige Großstädte drohen Kontrolle zu verlieren

08:10
08.10.2020
Einige Großstädte wie Berlin stehen nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kurz davor, die Kontrolle über die Corona-Infektionszahlen zu verlieren. Deswegen solle man „auf keinen Fall“ Vorsicht, die zur Bewältigung der Pandemie entscheidend sei, aufgeben. „Um uns herum in Europa explodieren die Zahlen“, betonte Söder am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Dort wachse das Problem auch in die Krankenhäuser hinein. Am Donnerstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut mehr als 4000 festgestellte Neuinfektionen.

„Mehr Maske, weniger Alkohol und natürlich auch kleinere Partys“, seien die richtigen Maßnahmen bei erhöhten Infektionszahlen. Zudem verteidigte Söder ein am Mittwoch beschlossenes Beherbergungsverbot für Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten. Dabei gehe es vor allem um die Sicherheit der Menschen und Sicherheit für die Tourismusbranche. Zudem betonte er: „Wer mit einem negativen Test anreist, kann einen Urlaub genießen“.

Die Bundesländer hatten mehrheitlich beschlossen, dass innerdeutsche Urlauber aus Risikogebieten nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Fünf Länder gaben zu dem Beschluss aber abweichende Erklärungen ab.

Max Seidenfaden