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20201006120346

Corona-Grenzwert in Köln bei 38,6: Zu hoch für Fans bei Türkei-Spiel

11:26
06.10.2020
Der Corona-Grenzwert in Köln lag am Dienstag nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen bei 38,6. Damit sind nach der gültigen Coronaschutzverordnung die vom Deutschen Fußball-Bund angestrebten 9200 Stadionbesucher beim Länderspiel am Mittwoch gegen die Türkei nicht zulässig. Die Grenze dafür liegt bei durchschnittlich 35 mit Corona infizierten Personen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Eine offizielle Entscheidung der lokalen Behörden gab es zunächst aber nicht.

Auch der Re-Start der Nationalmannschaft im September nach zehnmonatiger Corona-Pause war in Stuttgart gegen Spanien (1:1) und in Basel gegen die Schweiz (1:1) ohne Zuschauer erfolgt. Für das erste Länderspiel mit der Zulassung von Zuschauern hatte der DFB für eine Austragung in Köln angekündigt, 9200 Freitickets zu verteilen.

Jan-Felix Jasch

WHO Europa warnt vor zunehmender Corona-Müdigkeit

10:59
06.10.2020
Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer steigenden Corona-Müdigkeit. Mehrere Länder Europas berichteten davon, dass die Menschen von der Pandemie allmählich genug hätten, teilte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag in Kopenhagen mit.

In den acht Monaten seit der Ankunft des Virus in der Region hätten die Bürger riesige Opfer zur Eindämmung von Corona gebracht. Das gehe einher mit außergewöhnlichen Umständen, „die uns alle erschöpft haben, unabhängig davon, wo wir leben und was wir tun“, erklärte Kluge. Unter solchen Bedingungen sei es ganz natürlich, dass man sich demotiviert fühle und eine gewisse Müdigkeit verspüre. Dennoch glaube er, dass es möglich sei, die Bemühungen gegen die Herausforderungen wiederzubeleben, die Covid-19 mit sich bringe.

Unter anderem müssten neue, sicherere und innovative Wege gefunden werden, wie man die Bedürfnisse der Bürger insbesondere in der Festtagszeit stillen könne. Dies habe man etwa während des Ramadans gesehen, als gemeindenahe Gruppen sichere Lösungen für das Fastenbrechen gefunden hätten. „Indem wir eine Balance zwischen Wissenschaft, sozialen und politischen Bedürfnissen finden, können wir Vorsichtsmaßnahmen entwickeln, die kulturell akzeptiert sind“, so Kluge.

Jan-Felix Jasch