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20201005143940

Niedersachsens Landesregierung will Obergrenzen für private Treffen

13:28
05.10.2020
Zum ersten Mal im Laufe der Corona-Pandemie will Niedersachsens Landesregierung auch private Treffen in den eigenen vier Wänden beschränken. Je nach Infektionsgeschehen können die Obergrenzen dabei regional unterschiedlich ausfallen. Folgende Richtwerte zur sogenannten Corona-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche) sieht der derzeit in der Abstimmung befindliche Entwurf vor.

0 bis 35 Neuinfektionen: Drinnen dürfen sich in privaten Räumlichkeiten bis zu 25 Menschen treffen, draußen auf privatem Gelände bis zu 50.

35 bis 50 Neuinfektionen: Egal, ob drinnen oder draußen, dürfen sich nur noch bis zu 25 Menschen auf privatem Grund treffen.

Mehr als 50 Neuinfektionen: Egal, ob drinnen oder draußen, dürfen sich nur noch bis zu zehn Menschen auf privatem Grund treffen.

Anders sieht es in öffentlichen Räumen aus, etwa in der Gastronomie. Dort sollen bis zu 100 Teilnehmer erlaubt werden. Diese Obergrenze könnte den Richtwerten für die Neuinfektionen entsprechend zunächst auf 50 und dann auf 25 Gäste gesenkt werden. In allen Szenarien gelten zudem die Vorgaben zum Abstandhalten und Masketragen.

Jean-Pierre Fellmer

Grüne fordern mehr Corona-Tests an Schulen und Kitas

13:02
05.10.2020
Die Grünen fordern eine Ausweitung der Corona-Tests an Niedersachsens Schulen und Kindertagesstätten. Nicht nur Landesbeschäftigte, sondern alle Mitarbeiter der Schulen sollten sich auf das Virus testen lassen können, heißt es in einem Antrag der Fraktion, mit dem sich der Landtag am Mittwoch beschäftigen wird. Das würde etwa Sozialarbeiter, Sekretäre und Hausmeister mit einschließen. Zudem sollten Gespräche mit den Kommunen über ein Corona-Testangebot für Kita-Mitarbeiter geführt werden.

Insgesamt fehle es der Landesregierung an einer „Herbststrategie“ für Schulen und Kitas in Zeiten von Corona, kritisierte Fraktionschefin Julia Willie Hamburg am Montag in Hannover. Zusätzlich zu mehr Tests müssten etwa der Schülertransport entzerrt, die Unterrichtszeiten gestaffelt und die Raumluft in den Schulen verbessert werden.

Seit Mitte September haben Lehrer die Möglichkeit, sich bis zu den Herbstferien zwei Mal auf das Virus testen zu lassen - ohne konkreten Anlass und auf Kosten des Landes. Auch andere Landesbeschäftigte an den Schulen können das Angebot wahrnehmen. Das Land hat dafür rund elf Millionen Euro bereitgestellt. Genutzt wurde die Gelegenheit laut Kultusministerium bisher allerdings eher spärlich: In den ersten beiden Wochen nach der Ankündigung seien erst 987 der rund 100 000 Schulbeschäftigten getestet worden, alle ohne positiven Befund.

Jean-Pierre Fellmer