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20200930182438

EU-Kommission will digitale Bildung nach Corona-Krise anschieben

17:07
30.09.2020
Schüler, Lehrer und Bildungseinrichtungen in Europa sollen nach den durchwachsenen Erfahrungen mit E-Learning in der Corona-Krise bessere Möglichkeiten für digitales Lernen bekommen. Die EU-Kommission beschloss am Mittwoch zwei Initiativen, mit denen die Bildung im und über das Internet stärker vorangetrieben werden soll. Ein entsprechender Aktionsplan sei auch vor dem Hintergrund der Pandemie zu sehen, in der Millionen Schüler auf das Lernen von daheim umsteigen mussten - mit dem Risiko, dass etliche nicht angemessen unterstützt werden und zurückfallen. Förderung von Digitalkompetenzen sei entscheidend, sagte EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas: „Was wir brauchen, ist nicht das Reden über ein stärkeres Bewusstsein - wir müssen dies alles jetzt in konkrete Handlungen übersetzen.“

Der Plan umfasst Maßnahmen für den Aufbau eines gesamteuropäischen, möglichst für alle zugänglichen Systems digitaler Bildung. Er soll die EU-Haushaltsperiode von 2021 bis 2027 abdecken, über deren Finanzierung und Schwerpunkte derzeit noch zwischen den Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament gestritten wird. Manche Abgeordnete fordern etwa deutlich mehr Geld für Bildung und Forschung. „Das Coronavirus-Krise hat Fernunterricht über das Internet ins Zentrum der Bildungspraxis gerückt“, erklärte die Kommission. Es gebe den „dringenden Bedarf“, die digitale Bildung zu verbessern - auch in „strategischer und langfristiger“ Hinsicht.

Patrick Reichelt

Spahn: „Das waren harte Monate für viele Deutsche“

16:30
30.09.2020
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich hinter den Appell von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Durchhalten in der Corona-Krise gestellt. „Das waren harte Monate für viele Deutsche“, sagte Spahn am Mittwoch in Berlin nach Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder. „Es waren Zumutungen für viele im persönlichen Bereich.“

Er nannte Eltern, Kinder, Menschen in Kurzarbeit, schwer getroffene Wirtschaftszweige wie die Gastronomie und die Veranstaltungsbranche. „Wir haben unter großem Verzicht und vielen Härten es bis hierhin geschafft, so vergleichsweise gut durchzukommen.“ Jetzt sei man es sich selbst schuldig, das nicht zu verspielen.

Merkel hatte am Mittwoch im Bundestag die Bevölkerung zum Durchhalten in der Corona-Krise aufgefordert. „Geben wir alle als Bürgerinnen und Bürger dieser Gesellschaft wieder mehr aufeinander acht“, bat die Kanzlerin. Sie erlebe derzeit, dass die Vorsicht der Menschen nachlasse. „Wir riskieren gerade alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben“, warnte die CDU-Politikerin.

Patrick Reichelt