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Mittlerweile knapp 20 000 Corona-Infektionen in Niedersachsen

13:34
27.09.2020
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Niedersachsen am Wochenende um 268 Fälle gestiegen. Insgesamt seien 19 838 Covid-19-Infektionen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag (Stand 9.00 Uhr) in Hannover mit. Samstag waren es 186, Sonntag 82 neue Fälle. Niedersachsen stehe derzeit um einiges besser da als der Bundesdurchschnitt, sagte Ministerpräsident Stephan Weil am Samstag bei „Hallo Niedersachsen“ im NDR. Dennoch müssten alle weiterhin sehr vorsichtig sein. „Am besten wir bleiben alle in den Herbstferien bei uns zu Hause in Niedersachsen“, sagte der SPD-Politiker.

Am höchsten liegen die Fallzahlen im Landesvergleich weiter im Landkreis Cloppenburg. Allerdings sinken sie, am Sonntag waren es 34,0 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - am Freitagmorgen hatte der Wert noch bei 47,5 gelegen. Im Landkreis Cloppenburg bleiben sämtliche Sportanlagen für den Vereins- und Freizeitsport gesperrt, Schulen sollen aber nicht komplett geschlossen werden. Die Einschränkungen gelten nach Behördenangaben zunächst bis zum 11. Oktober.

Der Landkreis Friesland hat mit 29,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner die landesweit zweithöchste Fallzahl. Zwölf neue Fälle gehen auf eine private Feier von Jugendlichen zurück, wie der Landkreis am Freitagabend mitteilte. Vorsorglich wurden Einschränkungen für private Treffen, Gastbetriebe und den Vereinssport verfügt. Die Schulen im Landkreis Friesland sollen spätestens ab Donnerstag bis zu den Herbstferien in ein Schichtmodell wechseln. Das bedeutet, dass nur kleine Gruppen zur Schule kommen dürfen werden und es wieder mehr Unterricht zu Hause gibt. Der letzte Schultag vor den Herbstferien ist der 9. Oktober.

Patrick Reichelt

Hamburg: Mehrere Betriebe wegen Verstoß gegen Corona-Auflagen -geschlossen

15:05
27.09.2020
Bei Kontrollen auf dem Hamburger Kiez sind zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Auflagen festgestellt worden. Wegen gravierender Verfehlungen seien in der Nacht zu Sonntag mehrere Lokale geschlossen worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Auch ein Sexclub auf der Reeperbahn musste schließen. Zuvor war dort nach Angaben von NDR 90,3 eine Fetischparty aufgelöst worden.

Max Seidenfaden

Grüne rügen auslaufende Nothilfe für Studenten

13:33
27.09.2020
Die Grünen im Bundestag prangern an, dass Studenten nur noch bis Ende des Monats Corona-Finanzhilfen vom Staat beantragen können. „Es ist unverantwortlich und unsozial, die ohnehin miserabel ausgestattete Überbrückungshilfe für Studierende trotz steigender Infektionszahlen zum Semesterstart einzustellen“, erklärte ihr Hochschul-Experte Kai Gehring. Das Krisenmanagement von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) nannte er ein „Stück aus dem Tollhaus“.

„Die soziale Notlage vieler Studierender, die sich pandemiebedingt verschärft hat, ist der Bundesbildungsministerin offenbar schnuppe. Das macht fassungslos und ist zukunftsvergessen“, erklärte Gehring am Samstag. Eine „Generation Corona“, die ihr Studium abbricht oder sich verschulden muss, dürfe es nicht geben.

Der Staat hat in den vergangenen Monaten rund 60 Millionen Euro sogenannter Überbrückungshilfen an Studenten gezahlt, die wegen Corona in eine finanzielle Notlage geraten sind. Insgesamt 135 000 Anträge auf Nothilfe wurden nach Angaben von Bildungsministerium und Studentenwerk positiv beschieden. Das Geld kann allerdings nur noch bis Ende des Monats beantragt werden. Die Überbrückungshilfe war auf die Monate Juni bis September beschränkt.

Patrick Reichelt