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20200925040329
Kapitel

Donnerstag, 24. September

Was am 24. September wichtig war

20:32
24.09.2020
Bremen und Niedersachsen:
  • Was bringt die Sammlung von Besucherdaten gastronomischer Betriebe bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie? Bisher nichts. In Bremen haben die Behörden noch kein einziges Mal auf Gästelisten zurückgegriffen.
  • Das Gesundheitsressort hat erneut einen größeren Anstieg in Bremen gemeldet. Mit 18 neue Fälle steigt die Zahl insgesamt auf 2280, wovon 2064 (+12) wieder genesen sind. Aktuell sind damit 157 Personen in Bremen infiziert, sechs mehr als gestern.
  • Niedersachsens Wirtschaftsleistung ist im ersten Halbjahr 2020 deutlich eingebrochen. Hauptursache für den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 7,3 Prozent (preisbereinigt) dürften die Auswirkungen der Corona-Pandemie sein.

Deutschland und die Welt:
  • Genehmigter Urlaub muss auch dann genommen werden, wenn die geschmiedeten Pläne für die freien Tage wegen Corona hinfällig sind. Das gilt auch für Beamte. Auf eine entsprechende Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs weist der Bund-Verlag (Az.: 6 CE 20.94330.4.2020) hin. 
  • Erneut liegt die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Deutschland über der Schwelle von 2000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2143 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen bekanntgab.
  • Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Israel äußerst hoch. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagmorgen mitteilte, wurden am Vortag 6808 neue Fälle registriert, der zweithöchste jemals verzeichnete Wert.
  • In der Schweiz muss ein ganzer Bachelor-Studiengang wegen rund einem Dutzend Corona-Infektionen in Quarantäne. Betroffen sind 2500 Studentinnen und Studenten.
  • Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Donnerstag verzeichneten die Behörden 1136 Neuinfektionen.
  • Mit 6634 neuen registrierten Fällen von Corona-Infektionen hat Großbritannien den höchsten Stand innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie erreicht.
  • Der Corona-Hotspot Spanien hat als erstes Land Westeuropas die Marke von 700 000 registrierten Infektionen gebrochen.

Patrick Reichelt

Spahn gegen bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

20:21
24.09.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen eine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ausgesprochen. „Aus meiner Sicht macht es Sinn, dass das tatsächlich lokal, regional, nach dem Infektionsgeschehen auch passiert“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in den ARD-„Tagesthemen“. Es komme immer darauf an, was die Quelle für erhöhte Infektionszahlen sei.

„Wir haben ja gewusst, dass mit den Lockerungen, die es gegeben hat über die letzten Wochen und Monate, es auch wieder zu steigenden Infektionszahlen kommen kann“, so Spahn. „Wichtig ist, wir sehen ja jetzt vor allem, wo sie passieren. Sie passieren nicht im Einzelhandel, nicht vor allem in Kitas und Schulen, sondern eben vor allem beim Feiern.“ Deswegen sei es richtig, dass die Städte und Regionen, wo die Infektionszahlen besonders stark gestiegen seien, lokal Maßnahmen ergriffen hätten.

Max Seidenfaden