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20200924201149

Spanien übertrifft die Marke von 700 000 Corona-Infektionen

20:11
24.09.2020
Der Corona-Hotspot Spanien hat als erstes Land Westeuropas die Marke von 700 000 registrierten Infektionen gebrochen. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete am Donnerstagabend 10 653 neue Ansteckungen, wodurch die Gesamtzahl der Fälle auf mehr als 704 000 kletterte. Hinter Spanien folgt mit weitem Abstand Frankreich mit rund 520 000 Infektionen vor Großbritannien (gut 410 000) und Italien (gut 300 000). In Deutschland wurden bisher rund 280 000 Fälle gezählt.

Die Zahl der Bürger, die mit Covid-19 starben, lag am Donnerstag in Spanien nach amtlichen Angaben bei über 31 000. Hier liegt Spanien allerdings deutlich hinter Großbritannien (rund 42 000) und Italien (knapp 36 000) und etwa gleichauf mit Frankreich.

Max Seidenfaden

New York: Eigene Prüfung einer Impfung - Kein Vertrauen in Trump

19:53
24.09.2020
Wegen vorgeblicher Sorge um die Sicherheit eines möglicherweise von der Trump-Regierung zugelassenen Impfstoffs plant der US-Bundesstaat New York seine eigene Untersuchung eines potenziellen Wirkstoffs. „Wie die Bundesregierung mit dem Impfstoff umgegangen ist, gibt es jetzt ernsthafte Fragen, ob der Impfstoff politisiert worden ist oder nicht“, sagte der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag. Es gebe ein politisches Motiv des republikanischen US-Präsidenten Donald Trump, so schnell wie möglich vor der Wahl ein Mittel anzukündigen.

„Ehrlich gesagt werde ich der Meinung der Bundesregierung nicht vertrauen“, sagte Cuomo weiter im Hinblick auf eine mögliche Zulassung eines Stoffes. Das würde er auch New Yorkern nicht empfehlen. Deswegen würde ein potenziell freigegebener Impfstoff zunächst von einer unabhängigen New Yorker Expertenkommission geprüft, bevor er verteilt werden dürfte.

Max Seidenfaden

Großer Ärger in Marseille über neue Corona-Maßnahmen der Regierung

19:36
24.09.2020
Die neuen strengen Maßnahmen der französischen Regierung im Kampf gegen Corona treffen in Marseille auf große Wut und Unverständnis. Dass Restaurants und Bars ab Samstag in der südfranzösischen Hafenmetropole komplett schließen müssten, sei ohne jede Absprache entschieden worden, sagte Bürgermeisterin Michèle Rubirola am Donnerstag dem Sender BFM TV. Das Rathaus forderte ein zehntägiges Moratorium. Es solle erst abgewartet werden, wie sich die Corona-Lage in der Stadt weiterentwickelt.

Der Präsident der Region Provence-Alpes-Côte-d'Azur (Paca), Renaud Muselier, kündigte am Abend via Twitter an, er werde am Freitag per Einspruch rechtlich gegen die Schließung der Lokale vorgehen. Er hatte die Maßnahmen zuvor als „kollektive Bestrafung“ scharf kritisiert. Sie seien ungerecht und unangemessen. Marseille liegt in der Region Paca.

Gesundheitsminister Olivier Véran hatte am Donnerstag angekündigt, dass für Marseille und das Überseegebiet Guadeloupe die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen worden sei. Das bedeutet neben der Schließung von Bars und Restaurants auch, dass alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen schließen müssen, sofern sie kein „strenges Gesundheitsprotokoll“ haben. Theater und Kinos sind davon nicht betroffen.

Max Seidenfaden