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Quarantäne-Regeln: Streit um Freigabe von Nationalspielern droht

15:58
24.09.2020
Zwischen Bundestrainer Joachim Löw und den Clubs seiner Nationalspieler droht ein Konflikt um die Abstellung für die kommenden Länderspiele. Hintergrund sind die Quarantäne-Regeln, die wegen der Coronavirus-Pandemie für die Einreise aus Risikogebieten wie der Ukraine gelten, wo die DFB-Auswahl am 10. Oktober in der Nations League spielen soll. „Wir arbeiten an Lösungen, behalten uns aber vor, die Spieler nicht abzustellen, sofern es keine Regel gibt, die es ermöglicht, sie anschließend sofort wieder einzusetzen“, zitierte der „Kicker“ am Donnerstag Sebastian Kehl, den Lizenzspieler-Chef von Borussia Dortmund.

Das Thema der Abstellungen für Nationalspieler beschäftige den Fußball-Bundesligisten „extrem“, sagte Kehl. Nach den Länderspielen im September hatte es schon bei einigen Clubs Probleme mit dem Einsatz von Profis gegeben, die mit ihren Auswahlteams in Risikogebiete gereist waren. So fehlte Herthas polnischer Stürmer Krzysztof Piatek im DFB-Pokal, weil er in Quarantäne musste.

Dortmunds Manager Michael Zorc relativierte am Donnerstag, „dass sich die Frage, so wie ich die Nachrichtenlage verfolge, für die nächste Länderspiel-Pause im Oktober nicht stellt“. Allerdings stellte auch Zorc grundsätzlich klar: „Wenn es so bleibt und die Spieler sich mit einem negativen Corona-Test befreien können, können wir sie abstellen. Aber ich sage auch ganz deutlich: Wenn das nicht der Fall sein sollte und sich eine Quarantäne anschließen sollte, durch die sie die Vorbereitung auf ein Pflichtspiel oder sogar ein Pflichtspiel verpassen sollten, würden wir uns vorbehalten, sie nicht abzustellen.“

Patrick Reichelt

Niedersachsen unterstützt Künstler in der Corona-Pandemie

15:33
24.09.2020
Angesichts von Einnahmeverlusten bei Künstlerinnen und Künstlern wegen der Covid-19-Pandemie stellt das Land Finanzhilfen in Aussicht. Bis zu zehn Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung, wie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover am Donnerstag mitteilte. „Unser Ziel ist es, kulturelle Aktivitäten Soloselbstständiger in einem möglichst unbürokratischen Verfahren in den kommenden Monaten zu fördern“, sagte Kulturminister Björn Thümler (CDU).

Gefördert werden Veranstaltungen aller künstlerischen Formate und Sparten. Die Kosten für das Engagement der Soloselbstständigen können zu 100 Prozent über die Förderung abgedeckt werden. Damit solle dem Problem begegnet werden, dass die Corona-Beschränkungen zu weniger Veranstaltungen und geringeren Honoraren führen.

Auch in der kulturellen Bildung soll es eine Förderung für Soloselbstständige geben. Hier sollen Vertragsabschlüsse mit 60 Prozent gefördert werden. Ebenso gibt es Förderungen für Projekte im Bereich der Freien Theater, der Bildenden Kunst oder der Soziokultur geben, in eng begrenzten Bereichen sogar für Engagements bei Privatveranstaltungen, etwa bei Hochzeitsmusikern. Die Fördersumme beträgt mindestens 1500 Euro, höchstens 30 000 Euro.

Patrick Reichelt