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20200923120341

Regierung ruft zu intensiverer Nutzung der Corona-App auf

09:44
23.09.2020
Die Bundesregierung hat dazu aufgerufen, die neue Corona-Warn-App für Smartphones auch mit Blick auf den Herbst und Winter intensiver einzusetzen. „Bitte nutzen Sie dieses Werkzeug in der Pandemie“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin bei einer Zwischenbilanz der Anwendung nach 100 Tagen. Dazu gehöre, bei einem eigenen positiven Testergebnis auch seine Kontakte darüber zu informieren. Bisher passiere dies nur in etwa der Hälfte der Fälle. Insgesamt hätten fast 5000 Nutzer eigene Kontakte auf diese Weise gewarnt, erläuterte Spahn. Bei je zehn bis 20 Kontakten hätten so einige Zigtausend Menschen informiert werden können.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) nannte die im Auftrag des Bundes entwickelte Anwendung eine „große Erfolgsgeschichte“. Mit rund 18 Millionen Downloads sei sie häufiger heruntergeladen worden als alle anderen Corona-Apps in Europa. Sie sei inzwischen auch 400 000 Mal in ausländischen Stores heruntergeladen worden, um sie in Deutschland nutzen zu können. Spahn betonte, die App sei „kein Allheilmittel“. Sie ergänze die Arbeit von Gesundheitsämtern und Gesundheitswesen, es komme zudem weiter auf Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken an.

Die App kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich auf Kassenkosten testen lassen.

Sarah Haferkamp

Wegen Neuinfektionen: Schalke wartet noch mit Ticketvergabe

09:13
23.09.2020
Ob Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 am Samstag wie geplant sein Heimspiel vor rund 11 000 Zuschauern gegen Werder Bremen austragen kann, ist nach wie vor unklar. Der sportlich und wirtschaftlich angeschlagene Revierclub will zunächst bis Donnerstag das Infektionsgeschehen in Gelsenkirchen abwarten und erst dann mit einer möglichen Ticketvergabe starten. Das teilte der Club am Mittwoch mit. Zudem beendeten die Königsblauen die Anfragemöglichkeit für Tickets für das Spiel am Samstag (18.30 Uhr).

Die Teil-Zulassung von Zuschauern steht auf der Kippe, da sich derzeit 39,1 Menschen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage infiziert haben und damit ein wichtiger Grenzwert überschritten wurde. Dieser liegt bei 35.

Sarah Haferkamp