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20200922151138

Reaktion auf Corona-Krise: Deutsche Bank schrumpft Filialnetz

14:28
22.09.2020
 Die Corona-Krise beschleunigt das Filialsterben in der Finanzbranche - auch bei der Deutschen Bank. Deutschlands größtes Geldhaus will jede fünfte seiner Filialen im Heimatmarkt schließen. „Wir planen, das Filialnetz im Laufe des kommenden Jahres möglichst rasch auf die Zielgröße von 400 zurückzubauen“, sagte ein Sprecher des Frankfurter Dax-Konzerns am Dienstag und bestätigte damit in verschiedenen Medien zitierte Aussagen von Deutsche-Bank-Manager Philipp Gossow.

Ende vergangenen Jahres hatte die Deutsche Bank 511 eigene Filialen, derzeit sind es nach Angaben der Bank etwas mehr als 500. Zusätzlich stehen den Kunden für einfache Bankgeschäfte wie Überweisungen die 800 Filialen der zum Konzern gehörenden Postbank zur Verfügung.

Max Seidenfaden

Johnson: Militäreinsatz zur Kontrolle von Corona-Regeln möglich

14:20
22.09.2020
Der britische Premier Boris Johnson will zur Kontrolle schärferer Corona-Maßnahmen in England möglicherweise auch das Militär einsetzen. Man werde die schärferen Corona-Maßnahmen streng überprüfen und Geldstrafen verhängen, verkündete Johnson am Dienstag im Londoner Parlament. Die Polizei werde dabei präsenter in den Straßen des Landes sein, gegebenenfalls könne zur Verstärkung auch das Militär eingesetzt werden.

Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise in Großbritannien verschärft Johnson für England erneut die Schutzvorkehrungen. Pubs und Restaurants sollen von Donnerstag an spätestens um 22 Uhr schließen. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein.

Die Regierung weitet zudem die Maskenpflicht aus: Auch in Taxis oder Geschäften soll das Maskentragen künftig verpflichtend sein, genauso wie in Pubs oder Restaurants, wenn man sich gerade nicht an seinem Sitzplatz befindet. Hochzeiten sind nur noch mit 15 Teilnehmern erlaubt.

Max Seidenfaden

Kommunen: Coronavirus verstärkt Verödung der Innenstädte

14:09
22.09.2020
 Das Coronavirus trägt aus Sicht der Kommunen zur Verödung der Innenstädte bei. „Die Corona-Pandemie wirkt wie ein Katalysator: Sie forciert den Online-Handel und könnte viele Einzelhändler zur Geschäftsaufgabe zwingen“, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung am Dienstag in Mannheim. Um Dominoeffekte zu vermeiden, müsse jetzt gehandelt werden. Der Verband fordert eine höhere Städtebauförderung von Bund und Ländern für innovative Innenstadtkonzepte über die derzeit 790 Millionen Euro jährlich hinaus.

Zudem solle das Vorkaufsrecht der Kommunen beim Erwerb von Liegenschaften gestärkt werden, betonte Jung, der auch Leipziger Oberbürgermeister ist. Das in Mannheim zusammengekommene Präsidium des Verbandes schlug überdies vor, dass Kommunen mittels eines von Bund und Ländern gespeisten Fonds Schlüsselimmobilien wie aufgegebene Kaufhausfilialen vorübergehend erwerben können. Mit diesen Gebäuden könnten dann die Zentren neu entwickelt werden.

Max Seidenfaden

Masken, Verbote, Sperrstunde - Bayern stemmt sich gegen Corona-Welle

13:58
22.09.2020
In besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Kommunen in Bayern gilt künftig nicht nur eine Maskenpflicht auf stark besuchten öffentlichen Plätzen, sondern auch ein Alkoholverbot. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag in München als Reaktion auf die teils wieder stark steigenden Infektionszahlen in dem Bundesland beschlossen. Demnach soll immer bei einer Überschreitung von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Region in sieben Tagen ein Maßnahmenpaket greifen, welches auch eine Sperrstunde zwischen 23.00 und 6.00 Uhr vorsehen kann. Prinzipiell war dies bisher zwar auch möglich, die neue Regelung der Staatsregierung sieht aber vor, dass die Kommunen klarer angehalten werden, die Maßnahmen auch umzusetzen.

Nach Ansicht von Ministerpräsident Markus Söder sind nach wie vor „sehr viele“ Urlaubsrückkehrer verantwortlich für die aktuell hohen Corona-Zahlen in Bayern. Der CSU-Politiker sprach zudem von einem übermäßigen Leichtsinn bei vielen Menschen. „Die Zahl derer, die über Leichtsinn sich infizieren, wächst.“ Dies zeige sich an der hohen Zahl junger Infizierter – da gebe es bei manchen noch kein starkes Bewusstsein für die Gefahr von Corona.

Max Seidenfaden